Pakistan geht von baldigen Iran-Verhandlungen aus
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von AgenturenMemorandum über ein Friedensabkommen "weitgehend ausgehandelt"
Bild: APA/APA/AFP/KENT NISHIMURA
Im Bemühen um ein Ende des Iran-Kriegs könnte nach Angaben des Vermittlers Pakistan dort bald eine weitere Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran stattfinden. "Pakistan wird seine Friedensbemühungen mit größter Ernsthaftigkeit fortsetzen und wir hoffen, sehr bald Gastgeber der nächsten Gesprächsrunde zu sein", postete Pakistans Regierungschef Shehbaz Sharif am Sonntag auf X. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, eine Einigung sei "weitgehend ausgehandelt".
Diese müsse aber noch endgültig fertiggestellt werden, so Trump weiter. Dazu gehöre auch eine Wiederöffnung der Straße von Hormuz für die Schifffahrt, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
Der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei sprach unterdessen von einem "Trend zur Annäherung" zwischen beiden Kriegsparteien. Teheran stehe kurz vor der Fertigstellung eines 14 Punkte umfassenden Rahmenplans für eine Einigung mit den USA über ein Kriegsende.
Auf der Grundlage dieses Plans sollten innerhalb von 30 bis 60 Tagen weitere Details zwischen beiden Seiten besprochen und schließlich eine "abschließende Vereinbarung" getroffen werden, führte der Sprecher des iranischen Außenministeriums aus.
Hormuz bleibt laut Teheran unter Irans Kontrolle
Zu den in dem Entwurf für eine gemeinsame Absichtserklärung enthaltenen Punkten gehörten ein Ende der Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine, sagte Baghaei. Auch Regelungen für die Schifffahrt in der Straße von Hormuz seien enthalten.
Unmittelbar nach der Ankündigung Trumps zu einer bevorstehenden Hormuz-Öffnung betonte Teheran, weiter die Kontrolle über die Meerenge zu behalten. Die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Schiffspassage werde auch im Falle eines Abkommens mit den USA "unter voller iranischer Verwaltung und Souveränität bleiben", schrieb ein iranischer Militärsprecher auf der Plattform X. Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldete, Trumps Darstellung, die Meerenge werde in den Zustand vor dem Krieg zurückkehren, entspreche nicht den Fakten.
Irans Streitkräfte hatten kurz nach Kriegsbeginn die Kontrolle über die Straße von Hormuz übernommen. Durch Drohungen und Angriffe auf Schiffe kam der Verkehr weitestgehend zum Erliegen. Als Folge stiegen die globalen Energiepreise stark. Teheran betont zwar, die Straße sei nicht blockiert. Faktisch müssen sich Reedereien jedoch mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und hohe Gebühren bezahlen.
Nur wenige Schiffe passierten die Meerenge in den vergangenen Wochen. Fars berichtete nun, der Iran habe zwar zugestimmt, die Anzahl der Schiffe, die die Straße passieren, wieder auf das Vorkriegsniveau anzuheben. Dies bedeute aber nicht eine Rückkehr zum Vorkriegszustand.
Atomprogramm noch kein Thema
Wie Baghaei weiter mitteilte, geht es "in dieser Phase" noch nicht um das umstrittene Atomprogramm. Darüber solle zu einem späteren Zeitpunkt in "getrennten Gesprächen" verhandelt werden.
Die USA und Israel hatten Ende Februar den Iran-Krieg mit Angriffen auf die Islamische Republik begonnen. Seit Anfang April gilt eine fragile Waffenruhe. Gespräche über eine dauerhafte Friedenslösung führten bisher nicht zu einer Einigung.
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