Verdächtiger nach Schüssen nahe Weißem Haus überwältigt

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von Agenturen

Areal beim Weißen Haus abgeriegelt

Bild: APA/AFP/ALEX WROBLEWSKI


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Nach Schüssen in der Nähe des Weißen Hauses ist ein Verdächtiger von Sicherheitskräften überwältigt und in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Person habe sich Samstagabend (Ortszeit) nahe einem Kontrollpunkt an der 17. Straße und der Pennsylvania Avenue genähert und auf die Beamten geschossen, sagte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden. Der Gesundheitszustand des Verdächtigen, der in das George Washington Hospital gebracht wurde, war zunächst unklar.

Dem Insider zufolge handelt es sich um eine psychisch gestörte Person, gegen die bereits ein Betretungsverbot für das Gebiet bestand. Zuvor hatte der für den Schutz des Präsidenten zuständige Secret Service mitgeteilt, er prüfe Berichte über Schüsse. FBI-Direktor Kash Patel hatte erklärt, seine Behörde unterstütze die Ermittlungen.

Außerdem wurde das Areal beim Amtssitz von US-Präsident Donald Trump großräumig abgeriegelt. AFP-Journalisten beobachteten die vielen Sicherheitskräfte, darunter Mitglieder des Secret Service und der Nationalgarde, im Viertel rund um das Weiße Haus. Patel, bestätigte, dass "in der Nähe des Geländes des Weißen Hauses" Schüsse gefallen seien.

Trumps Amtssitz nach Schüssen abgeriegelt

Patel erklärte im Onlinedienst X, Beamte des FBI unterstützten vor Ort den für den Schutz des US-Präsidenten zuständigen Secret Service. Die Polizei riegelte das Weiße Haus ab, in dem sich Präsident Trump aufhielt. Mitglieder der Nationalgarde verwehrten den Zugang zu einer Gegend im Zentrum von Washington, wie ein AFP-Journalist berichtete. Ein Secret-Service-Sprecher teilte AFP auf Anfrage mit, die Behörde sei noch dabei, Informationen über den Vorfall zu sammeln.

Der kanadische Tourist Reid Adrian schilderte AFP, er habe in der Nähe des Weißen Hauses "20 bis 25" Geräusche gehört, die wie Feuerwerk geklungen hätten - "aber es waren Schüsse, und dann sind alle losgerannt".

Journalisten, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf dem Nordrasen des Weißen Hauses aufhielten, berichteten im Onlinedienst X, sie seien angewiesen worden, loszulaufen und im Pressekonferenzsaal des Weißen Hauses Schutz zu suchen. Die ABC-News-Korrespondentin Selina Wang, die zum Zeitpunkt des Vorfalls ein Video für Onlinenetzwerke aufnahm, schrieb auf X: "Es klang wie Dutzende Schüsse."

Trump im Weißen Haus

Trump hielt sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in seinem Amtssitz auf, um an einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs zu arbeiten. Wie er selbst mitgeteilt hatte, blieb der 79-jährige Staatschef deswegen über das Feiertagswochenende in Washington, statt an der Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. teilzunehmen.

Erst am 25. April hatte sich in Washington ein Schusswaffenvorfall am Rande des traditionellen Korrespondenten-Dinners ereignet, an dem Trump und seine Frau Melania teilnahmen. Ein bewaffneter Mann versuchte, eine Sicherheitskontrolle zu dem Veranstaltungssaal zu überwinden. Bei seiner Festnahme fielen mehrere Schüsse. Der Mann muss sich nun wegen versuchten Mordes am US-Präsidenten verantworten.

Trump war in den vergangenen zwei Jahren bereits zwei Attentatsversuchen entgangen: Im Juli 2024 schoss ein Mann während einer Wahlkampfveranstaltung im US-Staat Pennsylvania auf ihn, die Kugel streifte den damaligen Präsidentschaftskandidaten am Ohr. Im September 2024 wollte ein Mann Trump in Florida beim Golfspielen erschießen. Der 59-Jährige wurde gefasst und Anfang Februar zu lebenslanger Haft verurteilt.

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