Befristete Kennenlern-Aktion für Klimaticket ab Mai
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von AgenturenBefristete Aktion ab Mai: Klimaticket für zwei Monate um 233 Euro
Bild: APA/APA/AFP/JOE KLAMAR
Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) hat eine zeitlich befristete "Kennenlern-Aktion" für das österreichweite Klimaticket angekündigt. Wer ein neues Klimaticket kauft, dessen Gültigkeit zwischen 1. Mai und 30. Juni beginnt, kann es zwei Monate lang testen und anschließend ohne Gebühr beenden. Die Kosten für die zweimonatige Nutzung liegen bei 233 Euro, mit dem ermäßigten Tarif bei 175 Euro. Pro Jahr kostet das Klimaticket aktuell 1.400 Euro, beziehungsweise 1.050 Euro ermäßigt.
Vor dem Hintergrund hoher Kraftstoffpreise kämen immer mehr Menschen unter Druck, sagte Hanke bei der heurigen Mobilitätskonferenz des Ministeriums. Mit der Aktion sollen "die Hürden für den öffentlichen Verkehr" verringert werden.
Außerhalb der Aktion fallen bei Kündigung Gebühren an
Die Aktion ist zeitlich befristet. Außerhalb der Aktion gelten weiterhin die bisherigen Regeln: Eine ordentliche Kündigung des Klimatickets ist ab dem siebenten Monat möglich, wobei eine Kündigungsgebühr in Höhe eines Monatsentgelts anfällt (aktuell 116,67 Euro bzw. 87,5 Euro ermäßigt).
Derzeit zählt das österreichweite Klimaticket 290.000 zahlende Kundinnen und Kunden. Zusätzlich gibt es regionale Klimatickets der einzelnen Bundesländer. In Summe besitzen rund 1,7 Millionen Menschen ein bundesweites oder regionales Klimaticket.
Lob und Kritik von verschiedenen Seiten
Kritik kam von der Opposition. FPÖ-Generalsekretär und -Verkehrssprecher Christian Hafenecker warf dem Minister vor, "Anti-Autofahrerpolitik" zu betreiben und die Menschen "beim aktuellen Spritpreiswahnsinn eiskalt allein im Regen stehen" zu lassen.
Die Grünen begrüßten zwar das Schnupper-Angebot für die Öffis, "ansonsten hätte diese dürftige Rede ein SPÖ-Verkehrsminister vor zehn oder 15 Jahren aber genauso halten können. Als gäbe es weder eine Klima- noch eine Energiekrise", sagte Verkehrssprecherin Elisabeth Götze.
Zuspruch für das Angebot kam am Montag vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ). "Angesichts der bereits absehbaren Lieferengpässe ab Mai ist ein Maßnahmenpaket zur Reduktion des Spritverbrauchs das politische Gebot der Stunde", schrieb die Mobilitätsorganisation in einer Aussendung. Die Aktion sei dazu ein "kleiner Schritt, dem rasch weitere folgen müssen", sagte Michael Schwendinger vom VCÖ.
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