Brasilien nach 3:0-Pflichtsieg gegen Haiti Gruppe-C-Erster

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von Agenturen

Cunha drückte der Partie seinen Stempel auf

Bild: APA/APA/AFP/MAURO PIMENTEL


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Brasilien hat bei der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada am Freitag einen Pflichtsieg eingefahren. Die "Selecao" bezwang Haiti in Philadelphia mit 3:0 und übernahm vor Verfolger Marokko, der auch bei vier Punkten hält, die Tabellenführung in der Gruppe C. Schottland ist einen Zähler dahinter Dritter. Das punktlose Haiti ist ausgeschieden. Vor 68.324 Fans trugen sich Matheus Cunha mit einem Doppelpack (23., 36.) sowie Vinicius Junior (45.+3) in die Schützenliste ein.

Laut Brasiliens Teamchef sei das Qualitätslevel seines Teams höher gewesen als noch zum Auftakt beim 1:1 gegen Marokko. "Weniger Fehler, mehr Effizienz im Angriff und mehr Kontrolle in der Defensive. Meiner Meinung nach war es ein gutes Match", resümierte Carlo Ancelotti. Für den weiteren Turnierverlauf müsse man sich allerdings weiter steigern. Haiti hat schon die Gewissheit, dass auch bei der zweiten WM-Teilnahme nach 1974 der Aufstieg verpasst wird. "Meine Spieler haben gezeigt, dass sie zurecht bei der WM sind, die Lücke zu Brasilien war aber zu groß", meinte Teamchef Sebastian Migne, dessen Team auf WM-Ebene noch nie gepunktet hat.

Die Brasilianer erarbeiteten sich mit den in die Startelf gerückten Cunha und Danilo schnell ein Übergewicht und münzten dieses auch in Tore um. Nach einem kurz abgewehrten Vinicius-Junior-Schuss staubte Cunha in Kombination mit Haitis Hannes Delcroix zum 1:0 ab. Vor dem 2:0 gab es eine Balleroberung von Vinicius Junior. Der Real-Madrid-Stürmer spielte in den Lauf von Cunha, der aus etwas spitzem Winkel mit links hoch ins kurze Eck vollendete. Nach den Länderspieltoren zwei und drei des Manchester-United-Stürmers war dann auch der zweifache Assistgeber selbst erfolgreich. Nach Paqueta-Lochpass schloss Vinicius Junior eiskalt ab.

Raphinha schied angeschlagen aus

Minuten zuvor hatte FC-Barcelona-Star Raphinha angeschlagen den Platz verlassen müssen. Nach der Pause trat der Underdog etwas mutiger auf und wäre bei einem von Alisson parierten Ade-Kopfball (63.) beinahe mit dem Ehrentreffer belohnt worden. Gefährlicher blieb aber der fünffache Weltmeister. So verfehlte etwa Douglas Santos genauso das Tor (76.) wie auch Ederson Silva (91.). Nach Schlusspfiff konnte der vierte Sieg im vierten direkten Duell mit Haiti bejubelt werden, das Torverhältnis von 20:1 dabei spricht Bände bezüglich der Kräfteverhältnisse.

In der letzten Runde matchen sich am kommenden Mittwoch Brasilien und Schottland um den fixen Aufstieg. Dabei könnte es das langersehnte Teamcomeback von Brasiliens Rekordtorschütze Neymar nach seiner Wadenverletzung geben. "Am Montag wird er ins Mannschaftstraining zurückkehren, gegen Schottland wird er zur Verfügung stehen", kündigte Ancelotti an. Marokko hat im Parallelspiel gegen Haiti die am Papier leichtere Aufgabe.

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