Eine Tote bei schwerem Erdbeben vor Indonesien
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von AgenturenErdstöße der Stärke 7,4 zerstörten in Manado Gebäude
Bild: APA/APA/AFP/TONNY RARUNG
Bei einem schweren Erdbeben vor der Küste der indonesischen Insel Sulawesi ist eine 70 Jahre alte Frau ums Leben gekommen. Sie wurde von herabstürzenden Trümmern getroffen, wie Medien unter Berufung auf das örtliche Rettungsteam in Manado im Norden der Insel berichteten. Ein weiterer Mensch habe sich bei einem Sprung aus einem Gebäude das Bein gebrochen.
Das Beben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) eine Stärke von 7,4 in einer Tiefe von 35 Kilometern. Das Zentrum lag demnach zwischen dem Norden Sulawesis und den östlich gelegenen Nord-Molukken, einer Provinz der Inselgruppe Molukken. Die Behörden lösten für die Inseln rund um die Molukkensee daraufhin eine Tsunami-Warnung aus, die wenig später aber wieder aufgehoben wurde. Mehrere Gebäude, darunter ein Sportkomplex in Manado, wurden beschädigt; ein Krankenhaus wurde evakuiert, wie unter anderem der Sender BBC berichtete.
Kleinere Flutwellen erwartet
Nach Angaben des US-Tsunamiwarnsystems bestand zunächst die Möglichkeit von Flutwellen im Umkreis von bis zu 1.000 Kilometern. Für Teile der indonesischen Küste wurden Wellen von 30 Zentimetern bis zu einem Meter über dem normalen Pegel prognostiziert. Auch Küsten auf den Philippinen und in Malaysia könnten betroffen sein. Die Gefahren wurden jedoch als gering eingestuft.
Die indonesischen Behörden gaben die Stärke des Bebens zunächst mit 7,6 an. Erste Messungen zu Stärke und Tiefe eines Bebens weichen oft leicht voneinander ab und können später manuell korrigiert werden.
Erinnerungen an Katastrophe von 2004
Der weltgrößte Inselstaat Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer geologisch besonders aktiven Zone mit zahlreichen Vulkanen und tektonischen Platten. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dort daher sehr häufig. Speziell in Indonesien kommt es oft zu Naturkatastrophen. Am 26. Dezember 2004 hatte ein gewaltiges unterseeisches Beben der Stärke 9,1 vor der Küste von Sumatra eine riesige Flutwelle ausgelöst. Etwa 230.000 Menschen in zahlreichen Ländern kamen ums Leben.
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