Experte sieht Explosionsgefahr bei totem Buckelwal "Timmy"
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von Agenturen"Timmy" war ursprünglich vor der norddeutschen Insel Poel gestrandet
Bild: APA/APA/dpa/Jens Büttner
Bei dem an der dänischen Küste liegenden toten Buckelwal "Timmy" besteht einem Experten zufolge inzwischen eine hohe Explosionsgefahr. "Der Druck im Innern baut sich immer weiter auf, und irgendwann könnte das Tier mit einem großen Knall in die Luft fliegen", sagte der Walforscher Fabian Ritter am Samstag. "Eine solche Situation ist schon fast abzusehen", meinte Ritter.
Derartige Fälle seien bereits wiederholt dokumentiert worden - etwa als in Taiwan ein Pottwal beim Transport zur Obduktion in einer Stadt explodiert sei. "In diesem Regen aus Blut, Partikeln und Fäulnisgasen möchte man nicht gestanden haben", so Ritter.
"Timmys" Kehlsack ist ballonartig aufgebläht
Abwenden ließe sich eine solche Explosionsgefahr, wenn man den aufgeblähten Kadaver gezielt punktieren oder aufschneiden würde, meinte der Meeresbiologe. Allerdings hätte ein solcher Eingriff früh erfolgen sollen, jetzt wäre er bereits riskant. Und wegen der dicken Haut und der darunterliegenden Speckschicht bräuchte man dazu gewöhnlich eine Lanze oder ein großes scharfes Messer.
Bilder von dem als "Timmy" bekannten Buckelwal zeigten jedoch, dass hier vor allem der Kehlsack ballonartig aufgebläht sei. Dessen Haut sei wie bei einer Ziehharmonika gefaltet und extrem elastisch und könne sich ausdehnen wie ein Ballon. "Das wäre wahrscheinlich die beste Stelle für einen gezielten Schnitt. Aber auch der wäre nicht ganz ungefährlich."
Möglicherweise, so Ritter, könnte sich die Lage auch ganz unspektakulär entspannen: In dem Gewebe könnte sich ein natürlicher Riss bilden, sodass die Gase ohne Explosion entweichen könnten.
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