Haftstrafen für Raub an burgenländischem Winzer
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von AgenturenVorbestrafter 24-Jähriger muss vier Jahre hinter Gitter
Bild: APA/APA/THEMENBILD/ROBERT JAEGER
Zwei Männer, die im Februar 2025 einen Winzer in seinem Weingarten in Gols (Bezirk Neusiedl am See) ausgeraubt haben sollen, sind am Mittwoch am Landesgericht Eisenstadt verurteilt worden. Der 21-jährige Erstangeklagte, der sich schuldig bekannte, erhielt eine teilbedingte Haftstrafe von 30 Monaten. Der vorbestrafte Zweitangeklagte bestritt seine Beteiligung und wurde zu vier Jahren Haft verurteilt. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.
Der Erstangeklagte wurde nach der Verhandlung enthaftet, weil ihm 21 der 30 Monate bedingt nachgesehen werden und er die übrigen neun Monate bereits in U-Haft abgesessen hat. Obwohl der 24-jährige Zweitangeklagte bis zuletzt bestritt, an dem Raub beteiligt gewesen zu sein, habe das Schöffengericht "nicht einmal den Funken eines Zweifels" an der Täterschaft der beiden gehabt, betonte die Richterin.
Syrer nahmen Auto, Handy und Uhr des Winzers an sich
Die zwei Syrer - sie sind Cousins und wohnen seit mehreren Jahren in Deutschland - sollen mit einem maroden Fahrzeug auf dem Weg nach Ungarn gewesen sein, als sie beim Weingarten vorbeikamen, in dem der Winzer gerade mit dem Rebschnitt beschäftigt war. Sie blieben stehen und baten ihn zunächst um Wasser, um den Motor ihres Autos zu kühlen. In weiterer Folge bedrängten sie den Mann jedoch und forderten Geld. Letztlich nahmen sie seinen Autoschlüssel, sein Handy und seine Uhr und fuhren - einer mit dem eigenen, der andere mit dem Pkw des Winzers - davon.
Gefunden wurde das gestohlene Fahrzeug einige Tage später im ungarisch-serbischen Grenzgebiet in einer "typischen Schlepperortschaft", wie die Staatsanwältin schon beim ersten Verhandlungstermin im Jänner betonte. Der 21-Jährige gab vor Gericht an, sie hätten lediglich Urlaub in Ungarn machen wollen. Das Auto des Winzers hätten sie dafür gebraucht, weil ihres kaputt geworden sei.
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