Michelangelos "Jüngstes Gericht" wieder zu besichtigen
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von Agenturen"Das Jüngste Gericht" - hier noch als Reproduktion vor dem Gerüst
Bild: APA/APA/AFP/ALBERTO PIZZOLI
Das "Jüngste Gericht" von Michelangelo strahlt wieder: Die Restaurierungsarbeiten, die am 1. Februar mit dem Aufbau eines Gerüsts in der Sixtinischen Kapelle begonnen hatten, sind beendet. Dabei wurde eine Art weißlicher Schleier von der bemalten Oberfläche entfernt. Dieser feine Belag, der mit bloßem Auge kaum sichtbar war, hatte die schillernden Farbtöne Michelangelos getrübt und das kraftvolle Hell-Dunkel des Werks abgeschwächt.
Bei der außerordentlichen Instandhaltungsmaßnahme wurde der weißliche Schleier, der sich auf dem Gemälde gebildet hat, abgelöst. Diese Patina aus Kalziumlaktat - Milchsäure im menschlichen Schweiß - hatte sich an der kühlen Altar- und einzigen Außenwand der Sixtina durch den fortwährenden Besucherandrang abgesetzt.
Sixtinische Kapelle blieb während der Arbeiten offen
Während der gesamten Dauer der Arbeiten blieb die Sixtinische Kapelle für Besucher geöffnet. "Aufgabe der vatikanischen Museen ist es, ihre Türen stets für Gläubige und Besucher offen zu halten. So war es auch bei dieser außergewöhnlichen Instandsetzung eines ihrer wertvollsten Juwelen: des Freskos von Michelangelo, das mit dramatischer Intensität das Ende der Zeiten darstellt", so Direktorin Barbara Jatta in einer Presseaussendung am Freitag.
Seit der letzten Reinigung des weltbekannten "Jüngsten Gerichts" waren gut 30 Jahre vergangen. Die damalige Jahrhundertrestaurierung erstreckte sich über rund 14 Jahre. Michelangelo selbst schuf das immense Werk, das Christus als Weltenrichter auf eisblauem Hintergrund zeigt, von 1536 bis 1541. Tausende Besucher besichtigen täglich die Sixtinische Kapelle.
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