Unwetter in Tirol
Murenabgänge im Kaunertal: Bundesheer evakuiert 200 Eingeschlossene
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von Quelle: APA, JOYN NewsBild: APA/BFV-IBK-LAND
Infolge eines Gewitters mit Starkregen und Hagel sind Sonntagnachmittag drei Muren auf die Kaunertaler Gletscherstraße in Tirol (Bezirk Landeck) abgegangen.
Das Wichtigste in Kürze
Nach einem Gewitter sind Muren auf die Kaunertaler Gletscherstraße abgegangen und rund 200 Menschen saßen fest.
Verletzt wurde niemand, die Evakuierung soll per Hubschrauber erfolgen.
Im Bereich "Am See" und "Am Versetz" wurde die Straße auf einer Länge von 50 Metern verlegt, Teile der Fahrbahn weggespült und die Stromversorgung unterbrochen, berichtete die Polizei. Im hinteren Kaunertal saßen etwa 200 Personen fest. Ein Evakuierungseinsatz des Bundesheers sollte am Montag um 8:00 Uhr beginnen.
Evakuierung mit Hubschrauber
Der Großteil der festsitzenden Tagesausflugsgäste wurde in den dortigen Gastronomiebetrieben untergebracht und versorgt, hieß es. Die Gäste verbrachten die Nacht im Gepatschhaus sowie im Gletscherrestaurant. Zur Evakuierung setzt das Bundesheer einen Hubschrauber vom Typ AB212 sowie einen AW169 ein, wie das Verteidigungsministerium per Aussendung am Montag mitteilte. Zusätzlich werde ein Tankwagen ins Kaunertal geschickt, um die Hubschrauber auch vor Ort zu betanken. Bei vulnerablen Personen sei die Evakuierung nach ersten Erkundungs- und Versorgungsflügen bereits am Sonntag durch den Polizeihubschrauber Libelle Tirol erfolgt.
Verletzt wurde niemand. Es gab auch keine Hinweise auf vermisste Personen. Die Landesgeologie war bereits zur Begutachtung an Ort und Stelle. Im Einsatz standen neben der Besatzung des Polizeihubschraubers Libelle unter anderem auch die Feuerwehr, die Bergrettung, Mitarbeiter der Kaunertaler Gletscherbahn sowie die Alpinpolizei.
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