Kino aus Österreich

Österreichischer Filmpreis: "Perla" triumphiert – acht Auszeichnungen für Drama

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von Quelle: APA, JOYN News

Café Puls

Verena Altenberger über den Österreichischen Filmpreis 2026

Videoclip • 09:16 Min


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Großer Abend für das Kino aus Österreich: Beim Filmpreis räumt ein Favorit ab, starke Emotionen prägen die Gala – und auch kulturpolitische Töne fehlen nicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Donnerstag, den 18. Juni, fand die Verleihung des Österreichischen Filmpreises statt.

  • Alle Gewinner und die Highlights der Veranstaltung im Überblick.

Der 16. Österreichische Filmpreis hat einen klaren Sieger gesehen: Alexandra Makarovás Drama "Perla" ging als Topfavorit ins Rennen – und bestätigte diese Rolle. Aus 13 Nominierungen holte das Drama acht Preise, darunter die wichtigste Auszeichnung für den Besten Spielfilm. Auch Simon Schwarz überzeugte die Jury und erhielt den Preis als Bester Hauptdarsteller.


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"Freue mich, auch wenn Sie es nicht sehen"

Makarová zeigte sich bei der Ehrung nachdenklich und bewegt. Filmemachen sei mühsam, aber unverzichtbar – aus Liebe zum Kino, erklärte sie. Schwarz wiederum betonte, dass ihm öffentliche Aufmerksamkeit schwerfalle. Einen Preis als Beweis dafür zu sehen, "der Beste" zu sein, empfinde er als problematisch. Dennoch gelte für ihn: Die Freude sei groß – auch wenn man sie ihm nicht unbedingt ansehe.

Neben den Hauptkategorien dominierte "Perla" auch in technischen und kreativen Sparten wie Kamera, Kostüm, Maske, Szenenbild, Musik und Tongestaltung.

Goigingers "Vier minus drei" auf Platz 2

Stärkster Verfolger des Abends war Adrian Goigingers "Vier minus drei". Die Verfilmung der autobiografischen Verlustgeschichte von Barbara Pachl-Eberhart gewann fünf Preise. Goiginger wurde als Bester Regisseur ausgezeichnet, Valerie Pachner als Beste Hauptdarstellerin. Auch Robert Stadlober erhielt für seine Nebenrolle einen Filmpreis, ebenso Elke Winkens, die für ihre Darstellung in "How to be Normal and the Oddness of the Other World" geehrt wurde.

Emotionen bei den Nebenrollen

Emotionen gab es auch abseits der großen Spielfilme: Im Dokumentarfilm-Bereich setzte sich Olga Kosanović mit "Noch lange keine Lipizzaner" durch. Die Trophäe trägt künftig den Namen Valie, zu Ehren der kürzlich verstorbenen Künstlerin VALIE EXPORT, die das Design des Preises entwarf. Insgesamt wurden 18 Kategorien vergeben worden, entschieden von rund 700 Mitgliedern der Akademie des Österreichischen Films.

Akademiespitze mit kritischen Worten

Zum Abschluss ging der Blick nach vorn: Die Spitze der Filmakademie warnte eindringlich vor den aktuellen Förderbedingungen . Viele der ausgezeichneten Werke wären unter den heutigen Umständen kaum realisierbar. Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) gratulierte den Preisträgern und betonte, der österreichische Film zeige sich einmal mehr vielstimmig, sensibel und künstlerisch kraftvoll.

Sie zeigen einmal mehr, dass der österreichische Film vielsprachig, vielstimmig und visuell facettenreich ist"

Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) an die Gewinner
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