Romano Schmid träumt bei der WM vom großen Wurf
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von AgenturenRomano Schmid will bei WM weit kommen
Bild: APA/APA/GEORG HOCHMUTH/GEORG HOCHMUTH
Die Reise zur Fußball-WM hat für Romano Schmid optimal begonnen, nämlich mit der sofortigen Überwindung des Jetlags. Die neun Stunden Differenz zwischen Österreich und Kalifornien steckte der Steirer schon in der ersten Nacht weg. "Ich habe von 20.30 Uhr bis 7.30 Uhr durchgeschlafen", erzählte Schmid am Sonntag in Santa Barbara. Das soll aber nicht das einzige positive Erlebnis bleiben. "Wenn wir unser Gesicht zeigen, unsere DNA auf den Platz bringen, dann darf man träumen."
Der Werder-Bremen-Profi befindet sich zum ersten Mal in den USA. "Es ist etwas ganz Besonderes - das Hotel, der Trainingsplatz, die Stadt, alles ist außergewöhnlich", erzählte Schmid. "Jeder aus der Mannschaft hat sich gut eingelebt." Der 26-Jährige sammelte bereits vor zwei Jahren bei der EURO Turnier-Erfahrung. "Aber eine WM ist noch einmal etwas anderes."
Bei der kontinentalen Endrunde in Deutschland kam Schmid in allen vier ÖFB-Partien zum Einsatz. Auch diesmal darf sich der Mittelfeldmann Hoffnung auf zahlreiche Spielminuten machen, doch seit März gibt es neue Konkurrenz: Paul Wanner und Carney Chukwuemeka könnten Schmid im Rennen um einen Platz in der Startelf gefährlich werden.
Schmid hat kein Problem mit neuer Konkurrenz
Der Deutschland-Profi sieht die Situation allerdings gelassen. "Carney habe ich nicht gekannt, aber ich habe Paul immer wieder versucht zu überreden, dass er für uns spielt, weil hier viel möglich ist. Es ist schon so, dass ich spielen will und selbstbewusst genug bin, dass ich spielen kann", erklärte Schmid. Künftig sei es durchaus denkbar, dass er gemeinsam mit den beiden "Neuzugängen" auf dem Platz stehen werde. "Vielleicht gehen irgendwann einmal Spieler, dann sind Paul und Carney da, und ich vielleicht auch."
Schmid kommt bei Rangnick regelmäßig am rechten Flügel zum Einsatz, nun ist aber durch den Ausfall von Christoph Baumgartner die Rolle als Zehner neu zu vergeben. Ein Anwärter ist Schmid. "Meine beste Position ist schon eher zentraler, doch ich habe auch schon einige gute Spiele rechts gemacht."
Baumgartners Verletzung hat Schmid sichtlich getroffen. "Ich hätte gern die Bühne mit ihm geteilt, weil er für mich ein wichtiger Spieler ist und mich sehr geprägt hat von der Art und Weise, wie er ist." Beide kennen einander seit ÖFB-Nachwuchsteam-Zeiten. Als Baumgartner im April 2016 in der entscheidenden U17-EM-Qualifikationsphase verletzt fehlte, wurde Schmid nachnominiert - und erzielte beim 2:1 gegen Frankreich prompt jenes Tor, das Österreich zur Endrunde brachte.
Baumgartner "möchte uns Kraft geben"
"Er war der Erste, der mir geschrieben und gratuliert hat. Er hat sich bedankt, dass er bei der WM dabei sein kann", erzählte Schmid. Baumgartner sei auch hoch anzurechnen, dass er trotz der Enttäuschung über die verpasste WM ins Teamcamp nachreisen will. "Manche Spieler fallen in ein tiefes Loch, aber er ist sofort für uns da und möchte uns Kraft geben", sagte Schmid.
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