Großeinsatz
Monaco: Explosion in Wohngebäude, drei Schwerverletzte
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von Quelle: APA, JOYN NewsGroßeinsatz für die Exekutive nach der starken Explosion in Monaco
Bild: APA/APA/AFP/VALERY HACHE
Bei einer heftigen Explosion am Eingang eines Wohngebäudes in Monaco soll Medienberichten zufolge am Montagabend einer der reichsten Unternehmer der Ukraine schwer verletzt worden sein. Nach Behördenangaben wurde außer dem Immobilienunternehmer eine Frau ebenso lebensgefährlich sowie ein Jugendlicher verletzt. Von offizieller Seite wurden die Identitäten nicht bestätigt. Weitere Personen erlitten Berichten zufolge Schnittverletzungen und Schocks.
Das Wichtigste in Kürze
Bei einer mutmaßlich absichtlichen Explosion in Monaco wurden drei Menschen schwer verletzt.
Die Polizei sucht nach einem Verdächtigen, der vor der Detonation geflüchtet sein soll.
Laut Angaben von "Monaco-Matin" gehören die drei Opfer zu einer Familie. Mirmand sprach von einer "absichtlichen Explosion", nachdem er zunächst von einem "wahrscheinlichen Anschlag" gesprochen hatte. "Dies ist meines Wissens das erste Mal in der Geschichte, dass eine solche Tat im Fürstentum verübt wurde", sagte der Politiker.
Nun komme es darauf an, mit den Nachrichtendiensten zusammenzuarbeiten, "um das Umfeld der Opfer zu identifizieren" und um festzustellen, ob womöglich weitere Menschen bedroht sein könnten, sagte er. Dutzende Feuerwehrleute und Angehörige der Sicherheitskräfte waren im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und um den Explosionsort zu sichern, der sich an einer Straße entlang der Grenze zu Frankreich befand.
Auch in den News:
Verdächtiger flüchtete zu Fuß
Staatsanwalt Stephane Thibault sagte, vor der Explosion habe ein Verdächtiger eine Tasche oder ein Paket in der Eingangshalle des Wohngebäudes deponiert. Zum Zeitpunkt der Explosion befanden sich lediglich die drei Opfer im Gebäude. Die drei Verletzten wurden in Krankenhäuser ins 20 Kilometer entfernte Nizza gebracht. Der Bürgermeister von Nizza, Eric Ciotti (UDR), sprach im Onlinedienst X (vormals Twitter) von einer "Tragödie", die Monaco getroffen habe. "Die Gedanken gelten den Opfern, ihren Familien und dem monegassischen Volk", erklärte er.
Kurz vor dem Vorfall soll eine Person an dem Ort beobachtet worden sein, die einen Rucksack abstellte und dann zu Fuß in Richtung der französischen Stadt Beausoleil floh, wie BFMTV unter Berufung auf die monegassische Sicherheitsbehörde sowie die Regionalzeitung "Monaco-Matin" berichteten. Die verdächtige Person sei auf der Flucht, hieß es zunächst. Medien zeigten ein von Überwachungskameras aufgenommenes Bild eines laufenden Mannes mit einem dunklen Hut. Das betroffene Gebäude befindet sich Mirmand zufolge an einem Platz nahe der Grenze zu Frankreich.
Vier weitere Menschen hätten zudem einen Schock erlitten, sagte Mirmand. "Ein Ereignis dieser Art hat sich im Fürstentum noch nie ereignet", fügte der Regierungschef hinzu. Französische Rettungskräfte trafen nach Angaben aus Kreisen von Frankreichs Innenministerium als Verstärkung vor Ort ein. Es sei zudem eine polizeiliche Zusammenarbeit eingerichtet worden, um den flüchtigen Täter aufzuspüren.
Fürst Albert II.: "Schock" für Monaco
Fürst Albert II. von Monaco schrieb in einer Mitteilung in der Nacht, dass die "kriminelle Explosion einen Schock für die gesamte monegassische Gemeinschaft" darstelle. Alle zuständigen staatlichen Dienste seien derzeit mobilisiert, in enger Zusammenarbeit mit den französischen Behörden. "Wir vertrauen darauf, dass sie die Umstände dieser Tragödie so schnell wie möglich aufklären, die Verantwortlichen identifizieren und auf allen Ebenen die notwendigen Antworten liefern werden", hieß es.
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