Wechsel in Vorarlberger Landesregierung: FPÖ-Allgäuer geht
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von AgenturenDaniel Allgäuer (links neben Parteichef Bitschi) tritt zurück
Bild: APA/APA/ANGELIKA GRABHER-HOLLENSTEIN/ANGELIKA GRABHER-HOLLENSTEIN
Die Vorarlberger Landesregierung erfährt einen Wechsel: FPÖ-Landesrat Daniel Allgäuer kündigte am Mittwoch seinen Rückzug an. Er begründete seinen Schritt mit gesundheitlichen Gründen und einem Mangel an Zeit für seine Familie. Sein Nachfolger in der Landesregierung wird ab Juli der aktuelle FPÖ-Klubobmann Markus Klien. Die Ressortzuteilung bleibt unverändert: Im Wesentlichen wird Klien für die Bereiche Sicherheit, Integration und Energie zuständig sein.
Allgäuer sagte bei einem Pressegespräch in Feldkirch, dass ihm schon vor Jahren massive Rückenbeschwerden zu schaffen gemacht hätten, die nun wieder akut geworden seien. Zudem habe ihm in den vergangenen Jahren aufgrund seines politischen Engagements oft Zeit für seine Familie gefehlt. Das werde sich in Zukunft ändern, so der scheidende Landesrat. Allgäuer ist verheiratet und hat mit seiner Frau vier Söhne.
Der Wechsel von Allgäuer zu Klien soll in der letzten Landtagssitzung vor dem Sommer (8. Juli) vollzogen werden. FPÖ-Landesparteiobmann Landesstatthalter Christof Bitschi und Noch-Klubobmann Klien bedankten sich bei Allgäuer für seinen langjährigen Einsatz und hoben seine verbindende konstruktive Art und fachliche Kompetenz hervor. Wer Klien als Klubobmann nachfolgt, soll zeitnah bekanntgegeben werden. Als Favorit gilt Manfred Vogt.
Zuvor Klubobmann
Der im August 62 Jahre alt werdende Allgäuer saß für die FPÖ ab 2009 im Landtag, von 2016 bis 2019 als Klubobmann. Im November 2024 wurde er als Landesrat angelobt, der Vorarlberger Landesregierung gehören außer Allgäuer fünf ÖVP-Vertreter und Bitschi an. Allgäuer war auch in der Stadtpolitik von Feldkirch aktiv, unter anderem als Vizebürgermeister zwischen 2020 und 2023. Anschließend verabschiedete er sich aus der Lokalpolitik.
Der 48-jährige Klien zog nach der Landtagswahl 2024 erstmals ins Landesparlament ein und übernahm gleich den Klubvorsitz. Der Absolvent der Fachhochschule Vorarlberg war bis 2024 bei ThyssenKrupp beschäftigt. Der Stadtvertretung seiner Heimatstadt Hohenems gehört Klien seit 2010 an, seit 2025 ist er Vizebürgermeister. Klien ist verheiratet und Vater zweiter Kinder.
Bedauern aus Regierung und Opposition
Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) teilte in einer Aussendung mit, er respektiere Allgäuers Entscheidung, die dieser ihm vor ein paar Tagen persönlich mitgeteilt habe. Der scheidende Landesrat sei in Regierung und Verwaltung sehr geschätzt: "Die Zusammenarbeit mit ihm war und ist immer sehr kollegial. Ich danke ihm für das stets vertrauensvolle Arbeitsverhältnis." Auch ÖVP-Klubobfrau Veronika Marte betonte das konstruktive und respektvolle Zusammenwirken. Die Zusammenarbeit mit Nachfolger Klien auf Klubebene beschrieb sie ebenfalls als stets konstruktiv und verlässlich.
Die Oppositionsparteien SPÖ und Grüne verabschiedeten sich freundlich vom Politiker Allgäuer: SPÖ-Klubobmann Mario Leiter zeigte sich von dessen Rücktritt überrascht und bedankte sich für die konstruktive Zusammenarbeit. Von Klien erwarte er sich mehr Engagement bei Diskussionen im Landtag, er sei als Klubobmann "nicht unbedingt durch wortstarke oder einprägsame Diskussionsbeiträge aufgefallen". Auch die Grünen reagierten mit Bedauern auf Allgäuers Rückzug, mit Allgäuer "verliert diese Landesregierung jene Person, die am meisten für Offenheit und Mitgestaltung gestanden ist, und ihr energiepolitisches Gewissen", so Grünen-Klubobmann Daniel Zadra.
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