Wegen Cybercrime gesuchter Deutscher in Bangkok gefasst
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von AgenturenVerdächtigem werden Internet-Erpressung und Hacking vorgeworfen
Bild: APA/APA/THEMENBILD/ROLAND SCHLAGER
Ein mit dutzenden Haftbefehlen gesuchter Deutscher ist laut thailändischen Medien in Bangkok festgenommen worden. Den Berichten zufolge verhafteten thailändische Ermittler am Freitag den jungen Mann, dem Behörden in Deutschland und Europa schwere Cyberkriminalität vorwerfen. Gegen ihn sollen insgesamt 74 Haftbefehle vorliegen wegen Verbrechen, die er mutmaßlich in den Jahren 2021 bis 2025 verübte, berichtete etwa die "Bangkok Post" unter Berufung auf thailändische Ermittler.
Ihm werden unter anderem Internet-Erpressung und Hacking vorgeworfen. Er soll Ransomware-Dienste betrieben und zudem Plattformen angeboten haben, mit denen sogenannte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) durchgeführt werden konnten. Dabei werden Webseiten und Apps gezielt lahmgelegt, indem sie mit unzähligen Datenanfragen überschüttet werden.
Leben wie ein "Bond-Bösewicht"
Die Ermittler fanden demnach den Beschuldigten auf Ersuchen internationaler Behörden im Bangkoker Bezirk Watthana vor. Der junge Mann habe wie der Bösewicht aus einem James-Bond-Film in einem Luxus-Kondominium gelebt, beschreibt das Online-Portal "Thai Examiner", wie die Ermittler ihn vorgefunden hätten.
Bevor er sich in Thailand niederließ, soll er mehrfach den Wohnort gewechselt und unter anderem in Dubai und China gelebt haben, um einer Festnahme zu entgehen. Laut den Medien entzogen die thailändischen Behörden dem Mann seinen Aufenthaltstitel. Er warte nun in Haft auf seine Abschiebung nach Deutschland.
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