Wintersportler stirbt bei Lawinenabgang in Tirol
Veröffentlicht:
von AgenturenIn Tirol herrschte am Samstag erhebliche Lawinengefahr
Bild: APA/APA/THEMENBILD/BARBARA GINDL
Ein Lawinenabgang hat Samstagnachmittag neben Vorarlberg auch in Tirol einen Toten gefordert. Ein 41-jähriger Freerider aus Italien wurde bei der Abfahrt vom Marchkopf in den Tuxer Alpen im Zillertal von einem rund 250 Meter breiten Schneebrett erfasst, mitgerissen und komplett verschüttet. Der Wintersportler wurde nach 30 Minuten von Rettungskräften aus den Schneemassen in 1,60 Meter Tiefe geborgen, sagte ein Polizeisprecher zur APA. Für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät.
Der Alpinist verstarb noch an Ort und Stelle. Ein 36-jähriger Landsmann, der mit ihm unterwegs war, wurde ebenfalls von der Lawine erfasst und mitgerissen, jedoch "nur" teilverschüttet. Der Mann konnte sich selbst ausgraben, setzte einen Notruf ab und begab sich sofort auf die Suche nach seinem Kameraden. Der Freerider zog sich eine Handverletzung zu.
In steilen Nordwesthang eingefahren
Die beiden Italiener waren laut Exekutive zuvor gegen 17.15 Uhr in einen 40 Grad steilen Nordwesthang eingefahren, als sich rund 100 Meter unterhalb des Gipfels plötzlich das Schneebrett löste. Im Einsatz standen zwei Rettungshubschrauber sowie Bergretter.
In Tirol herrschte am Samstag verbreitet erhebliche Lawinengefahr, also Stufe 3 auf der fünfteiligen Skala. Bei dieser Gefahrenstufe passieren gewöhnlich die meisten Lawinenunfälle.
Mehr entdecken

Krisenmanagement
Offenbar Einigung bei Dürrehilfen und Klimaschutzgesetz

Urteil nicht rechtskräftig
Linzer Ex-Stadtchef Luger von Untreue-Vorwurf freigesprochen

St. Pölten
So teuer ist Bier am Frequency Festival

Bezirk Neunkirchen
"Brand aus" nach erneutem Großbrand im Föhrenwald in Niederösterreich

Steiermark
Nach Tötung von Tochter (8): U-Haft für Vater

Großbritannien
Harry und Meghan kehren zurück: Wo sie leben werden und was sie erwartet
