Nach Geständnis
Mordprozess im Fall Jennifer S. gestartet
Aktualisiert:
von Quelle: APA, JOYN NewsPULS 24 Live
Getötet und verscharrt: Prozess im Fall Jennifer S. beginnt
Videoclip • 06:08 Min
Unter regem Publikumsinteresse hat am Donnerstag am Wiener Landesgericht der Mordprozess um die im Jänner 2018 getötete und in einem Waldstück verscharrte Jennifer S. begonnen. Angeklagt ist der Ex-Freund der damals 21-Jährigen, der die junge Frau vorsätzlich getötet haben soll. "Er hat sie eiskalt erwürgt", sagte die Staatsanwältin zu Beginn der Verhandlung. "Er konnte ihre Entscheidung, sich von ihm zu trennen, nicht akzeptieren", setzte die Anklägerin fort.
Verteidigerin Astrid Wagner kündigte in ihrem Plädoyer "ein umfassendes und reumütiges Geständnis" an. Ihr Mandant sei "kein eiskalter Killer" und "erleichtert, dass es (das Verbrechen, Anm.) aufgeklärt wurde."
21-Jährige hatte laut Staatsanwältin "endgültig Schluss gemacht"
Im vergangenen Dezember hatte der 33-Jährige ein Geständnis abgelegt und die Polizei zu den vergrabenen sterblichen Überresten der Getöteten geführt. Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn wegen des Verdachts der Freiheitsentziehung waren im April 2019 eingestellt worden. Wie im Vorjahr herauskam, hatte der Mann die Frau in ihrer Wohnung getötet, "nachdem sie endgültig mit ihm Schluss gemacht hatte", wie die Staatsanwältin nun den Geschworenen darlegte.
Ihre Leiche vergrub er zunächst im Bereich von Großweikersdorf im Bezirk Tulln und brachte sie dann zum endgültigen Ablageort in der Nähe des Truppenübungsplatzes Allentsteig im Bezirk Zwettl.
Weil er 2025 in einem Chat detailliert schilderte, wie er sich einer Leiche entledigen würde, ohne verdächtige Spuren zu hinterlassen, rückte er erneut in den Fokus der Strafverfolgungsbehörden. Dem Mann drohen nun zehn bis 20 Jahre oder lebenslange Haft sowie die Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum.
Infobox Hilfe bei häuslicher Gewalt
Bild: JOYN
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