Ecuador blamiert sich mit Nullnummer gegen Curacao

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von Agenturen

Eloy Room war nicht zu überwinden

Bild: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/FRANCOIS NEL


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Ecuador hat sich bei der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada am Samstag blamiert. Die Südamerikaner kamen in Kansas City vor 68.598 Zuschauern gegen WM-Debütant Curacao nach einer schwachen Vorstellung und trotz eines klaren Chancenplus über eine Nullnummer nicht hinaus. Mit nur einem Punkt aus zwei Spielen droht dem Tabellendritten nun das Aus nach der Gruppenphase, wartet doch zum Abschluss das Gruppe-E-Duell mit dem makellosen Leader Deutschland.

"Es ist eine harte Zeit für die Fans in Ecuador. Es ist echt hart, dass es uns nicht gelungen ist, ein Tor zu erzielen", räumte Sebastian Becaccece ein. Dass man nun großen Schmerz verspüre, sei ganz normal. "Es ist aber noch nicht vorbei", ergänzte Ecuadors Trainer vor einem Duell mit einem Gegner, den man noch nie besiegen konnte. Im Lager von Curacao wurden viele Freudentränen vergossen. "Vielleicht ist Deutschland zu früh für uns gekommen, sie waren nicht in unserer Reichweite. Heute haben meine Spieler gekämpft wie Löwen und gezeigt, was sie leisten können gegen einen Gegner auf einem sehr hohen Level", analysierte Curacao-Teamchef Dick Advocaat.

Ecuador hätte die Partie früh in die gewünschten Bahnen lenken können. Stürmer Enner Valencia scheiterte nach zwei Minuten nach einem weiten Zuspiel aber aus rund elf Metern an Curacao-Tormann Eloy Room. Der Underdog selbst wurde vor der Pause nur bei einem Schuss von Sherel Floranus (8.) gefährlich, verteidigte sonst aber geschickt und profitierte auch davon, dass der Gegner in der Offensive zu langsam und wenig ideenreich agierte. Room rückte trotzdem mehrmals in den Mittelpunkt, hielt auch einen weiteren Abschluss von Valencia (20.) und einen von John Yeboah (42.).

Ecuador ließ zu viele Chancen liegen

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie noch deutlich offener, da Curacao mutiger wurde und auch vorne einige Male Akzente setzen konnte. So musste Hernan Galindez einen Comenencia-Schuss parieren, der Locadia-Nachschuss wurde geblockt (60.). Zudem war Ecuadors Schlussmann auch bei einem abgefälschten Versuch von Juninho Bacuna gefragt (74.). Ein klares Chancenübergewicht blieb aber auf Seiten der Südamerikaner. Kevin Rodriguez (62., 66.), Valencia (65., 77., 84.), Piero Hincapie (74.) und Pedro Vite (80.) ließen teils große Chancen aus. Mehrmals war beim 37-jährigen Schlussmann von Miami FC Endstation, der am Ende 15 abgewehrte Bälle in seiner Bilanz stehen hatte.

Zudem traf "Joker" Angelo Preciado bei einer abgerissenen Flanke die Latte (90.). Deshalb mussten die Starspieler Moises Caicedo, Piero Hincapie, Willian Pacho und Co. mit hängenden Köpfen den Platz verlassen. Auf Beccacece wird noch mehr Kritik einprasseln. Ganz anders die Situation beim Inselstaat. Der 78-jährige Advocaat schaffte es mit seiner Truppe, das 1:7 gegen Deutschland vergessen zu machen. "Die erste Parade hat mir Selbstvertrauen gegeben und mit jeder weiteren bin ich und sind meine Kollegen gewachsen. Einen Punkt auf diese Art zu erobern ist für uns einfach großartig", resümierte der überragende Room. Als Belohnung besteht die Chance auf den Aufstieg im Duell mit dem zwei Zähler davorliegenden Zweiten Elfenbeinküste.

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