Beamtin soll Nachbarn Staatsbürgerschaft verschafft haben
Veröffentlicht:
von AgenturenDas Dienstverhältnis mit der Beamtin wurde gelöst
Bild: APA/APA/THEMENBILD/BARBARA GINDL
Eine - mittlerweile ehemalige - oberösterreichische Beamtin, die für die Ausstellung von Staatsbürgerschaften zuständig war, soll ihrem tschetschenischen Nachbarn die österreichische Staatsbürgerschaft verschafft haben, obwohl die rechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben waren. Das Land bestätigte am Freitag einen entsprechenden "Krone"-Bericht. Das Dienstverhältnis mit der Frau wurde mittlerweile aufgelöst und der Fall der Staatsanwaltschaft Linz gemeldet.
Die Causa flog durch Zufall auf: Laut dem Artikel fiel dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA), das einen Asyl-Eintrag im Zentralen Fremdenregister vornehmen wollte, auf, dass der Mann im Zentralen Melderegister als Österreicher aufschien. Bei weiteren Recherchen stellten sich noch andere Ungereimtheiten heraus, u.a. dass es in den elektronischen Unterlagen keinen entsprechenden Verleihungsbescheid gab. Die Verdächtige soll die Vorwürfe bestreiten.
Bei der Staatsanwaltschaft Linz bestätigte man den Eingang einer entsprechenden Meldung. Diese sei am Mittwochnachmittag erfasst worden und müsse jetzt geprüft werden. Im Raum steht der Verdacht des Amtsmissbrauchs. Landesamtsdirektor Thomas Schäffer hat zudem die Interne Revision beauftragt, sämtliche Passvergaben zu überprüfen.
Mehr entdecken

Vorwahl
Nachfolge von "Elch Emil" für Wort des Jahres gesucht

Blutkrebs
Aufruf zur Registrierung als Stammzellspender

Fortschritte stockend
UNO: Gleichstellung der Geschlechter 171 Jahre entfernt

Fragen und Antworten
Warnung vor KI-Apokalypse: Wie konnte es so weit kommen?

Nach Notaufstieg
57-Jähriger starb bei Tauchunfall im Attersee

Statt Haus zu bewachen
USA: Wachhund versuchte mit Einbrecher zu spielen
