Beratungen über sichere Schifffahrt durch Straße von Hormuz
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von AgenturenGroßbritanniens Außenministerin Cooper
Bild: APA/APA/AFP/POOL/LEON NEAL
Rund 40 Länder haben am Donnerstag auf britische Initiative darüber diskutiert, wie wieder eine sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormuz möglich wird. "Wir haben erlebt, wie der Iran eine internationale Schifffahrtsroute gekapert hat, um die Weltwirtschaft als Geisel zu nehmen", sagte der britische Außenministerin Yvette Cooper zu Beginn des Online-Treffens. Es bestehe eine "dringende Notwendigkeit", die freie Schifffahrt wiederherzustellen.
"Wir konzentrieren uns auf die diplomatischen und internationalen Planungsmaßnahmen, einschließlich der gemeinsamen Mobilisierung unseres gesamten Spektrums an diplomatischen und wirtschaftlichen Instrumenten und Druckmitteln", sagte Cooper weiter. Dabei geht es aber nicht um eine von den USA ins Gespräch gebrachte gewaltsame Öffnung der Meerenge, die vom Iran kontrolliert wird. US-Präsident Donald Trump hatte mehrfach erklärt, die Sicherung der Wasserstraße sei ein Problem, das andere Nationen lösen müssten.
Macron: Gewaltsame Öffnung der Straße unrealistisch
Der französische Präsident Emmanuel Macron hält selbst einen Militäreinsatz zur Öffnung der Straße von Hormuz für unrealistisch. "Einige verteidigen die Idee, die Straße von Hormuz durch eine Militäroperation gewaltsam zu befreien", sagt Macron während einer Reise nach Südkorea vor Journalisten. Dies sei eine Haltung, die die USA gelegentlich verträten. Frankreich hingegen lehne ein solches Vorgehen ab, da es unrealistisch sei, erklärt Macron weiter. "Es würde ewig dauern und alle, die die Meerenge passieren, den Risiken durch die Revolutionsgarden, aber auch durch ballistische Raketen aussetzen."
Die USA und Israel hatten vor vier Wochen einen Krieg gegen den Iran begonnen. Der Iran hatte daraufhin gedroht, Tanker in der Straße von Hormuz zu beschießen, was zu einem Ausfall der Energielieferungen aus der Golfregion vor allem nach Asien und zu hohen Energiepreisen geführt hatte. Die USA selbst sind nicht abhängig von Gas und Öl aus der Region. Sie sind mittlerweile selbst der größte Ölproduzent geworden. Israel hat eigene Gasvorkommen im Mittelmeer erschlossen.
An der Konferenz nahmen unter anderem Frankreich, Deutschland, Kanada, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indien teil. Die USA waren aber nicht vertreten. Etliche Länder schickten nicht ihre Außenminister in die Beratungen. Weil unklar ist, wann die USA und Israel ihren Krieg gegen den Iran beenden, gelten Vorplanungen für die Zeit danach als schwierig. Nach der Kritik von Trump gibt es aber den Wunsch einiger europäischer Regierungen, zu zeigen, dass man nicht untätig ist. Vor allem Großbritannien und Frankreich wollen bei der Bildung einer Koalition eine Führungsrolle übernehmen.
Ein zentraler Punkt der Gespräche sollte sein, wie sichergestellt werden kann, dass die Reeder genügend Vertrauen haben, damit ihre Schiffe die Durchfahrt durch das Gebiet wieder aufnehmen können, und wie die Versicherungsprämien gesenkt werden können. Die europäischen Länder lehnen eine Teilnahme an dem Krieg ab und wollen erst danach aktiv werden.






