Bischöfe fordern zu Fronleichnam menschliche Nähe
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von AgenturenErzbischof Gründwidl bei seiner Amtseinführung
Bild: APA/APA/ERZDIÖZESE WIEN/SCHÖNLAUB
Jesus ist Sinnstifter im Zeitalter von KI: So lautete die zentrale Botschaft von Österreichs Bischöfen zu Fronleichnam, kurz nach Erscheinen der Enzyklika zu Künstlicher Intelligenz von Papst Leo XIV. Für eine gute Zukunft brauche es mehr als Unmengen an Datenvolumen, mehr als künstliche und menschliche Intelligenz, sondern "echte Weisheit", Vertrauen und Orientierung an der Wahrheit, betonte der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl laut Kathpress.
Orientierung gebe Jesus. Wichtiger als digitale Technik sei menschliche Nähe. Wesentlicher als globale Vernetzung sei der persönliche Kontakt, so Grünwidl. "Auch wenn Menschen sich manchmal wie Götter gebärden, sich als Heilbringer sehen oder als Messias aufspielen. Wahr ist: Der Mensch ist nicht Gott", sagte er.
Die Menschen erlebten die jetzige Zeit als "schnell, unsicher und vielerorts von einem ungesunden Individualismus geprägt", sagte der Kärntner Bischof Josef Marketz in seiner Predigt im Klagenfurter Dom. Der technische Fortschritt verbinde die Menschen, und doch fühlten sich viele einsam. "Jesus ist leibhaftig und real gegenwärtig, keine Täuschung, kein künstlicher Avatar, der KI-generiert Echtheit vorgibt", betonte Bischof Hermann Glettler im Innsbrucker Dom. Der gegenwärtige Jesus helfe dabei, "menschlich zu werden und zu bleiben, weil er ein inneres Ankommen ermöglicht".
"Hochfest des heiligsten Leibes und Blutes Christi"
Am Hochfest Fronleichnam wird der "Leib des Herrn" in Pfarren in ganz Österreich in Gestalt des Brotes unter einem Himmelszelt durch die Straßen getragen. Am zweiten Donnerstag nach Pfingsten feiert die Katholische Kirche, dass Jesus beim letzten Abendmahl seine bleibende Gegenwart in Brot und Wein verheißen hat. Der Glaube an die Gegenwart Christi wird von den Katholikinnen und Katholiken symbolisch mit Hostien in geschmückten Monstranzen in die Welt hinausgetragen. In Österreich ist das "Hochfest des heiligsten Leibes und Blutes Christi" mit viel regionaltypischem religiösem Brauchtum verbunden.
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