Causa Landestheater Vorarlberg: Ermittlungen eingestellt
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von Agenturen++ ARCHIVBILD ++ Causa Vorarlberger Landestheater: Ermittlungen gegen Wagner eingestellt
Bild: APA/ANGELIKA GRABHER-HOLLENSTEIN
Die Staatsanwaltschaft Feldkirch sieht nach Prüfung einer Anzeige wegen Urkundenfälschung gegen Monika Wagner, Geschäftsführerin der Vorarlberger Kulturhäuser-Betriebsgesellschaft (KuGes), von weiteren Ermittlungen ab. Wagner war von Landestheaterintendantin Stephanie Gräve angezeigt worden, weil sie bei einer Vertragserstellung unerlaubterweise die digitale Unterschrift Gräves verwendet haben soll. Das Verfahren wurde eingestellt, so die Staatsanwaltschaft am Montag zur APA.
Aus Sicht der Staatsanwaltschaft sei "kein Vorsatz nachweisbar", begründete Sprecherin Karin Dragosits die Entscheidung. Demnach konnte die Ermittlungsbehörde offenbar ein unbeabsichtigtes Versehen bei Verwendung der Signatur nicht ausschließen. Nach der am 10. Mai erfolgten Anzeige hatte das Land Gräve bei vollen Bezügen per sofort freigestellt, weil die "notwendige Vertrauensbasis für eine weitere professionelle Zusammenarbeit" nicht mehr gegeben war, wie es hieß. Der Aufsichtsrat der KuGes hatte Wagner ausdrücklich das Vertrauen ausgesprochen. Man sei überzeugt, Wagner habe "nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt". Wagner selbst hatte von einem "unbeabsichtigten administrativen Fehler" gesprochen.
Intendanz-Übernahme vorerst weiter offen
Wer die Intendanz interimistisch übernehmen soll, steht vorerst weiter nicht fest. Klarheit darüber könnte es am morgigen Dienstag geben, wenn das Vorarlberger Landestheater bei einer Pressekonferenz das Programm für die Saison 2026/27 vorstellen wird. Statt der weiterhin freigestellten Gräve werden laut Auskunft des Hauses die leitende Dramaturgin Juliane Schotte und Wagner daran teilnehmen. Beobachtende gingen davon aus, dass Wagner selbst interimistisch die Intendanz übernehmen könnte. Das Haus wird im September diesen Jahres wegen einer umfangreichen Sanierung schließen und an Ausweichstätten spielen. Für Herbst 2027 ist die Wiedereröffnung geplant.
Das Verhältnis zwischen Gräve und der KuGes bzw. dem Land Vorarlberg galt spätestens seit März als zerrüttet. Damals wurde bekanntgegeben, dass Gräves Vertrag nicht verlängert werden wird und "ein guter Zeitpunkt für neue Impulse" gekommen sei. Die 1968 geborene Deutsche hätte bis 2030 weitermachen wollen. Der Vertrag von Gräve, die das Vorarlberger Landestheater seit 2018 leitet, läuft noch bis 31. Juli 2028. Die Nicht-Verlängerung, vor allem die Art ihrer Kommunikation, hatte in Vorarlbergs Kulturszene, bei der Landtagsopposition sowie bei den Intendanten und Intendantinnen der österreichischen Landes- und Städtetheater für Irritation gesorgt.
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