Ein Toter nach Lawinenabgang in den Schladminger Tauern
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von AgenturenVon der Bergrettung wurde für die Suche Bezirksalarm ausgelöst
Bild: APA/APA/THEMENBILD/BARBARA GINDL
Ein seit Freitag vermisster Skitourengeher ist am Samstag bei einem großen Sucheinsatz in den Schladminger Tauern im Salzburger Lungau nur noch tot in einer Lawine aufgefunden worden. Der 40-jährige Urlauber aus der Slowakei war auf der Plattenspitze (2.294 Meter) von einem Schneebrett mitgerissen worden. Dabei wurde der Mann rund 2,5 Meter tief verschüttet. Der Tourengeher hatte noch seinen Lawinen-Airbag gezogen, er führte aber kein Lawinenverschüttetensuchgerät mit sich.
Nachdem der Mann am Freitagabend als abgängig gemeldet wurde, suchten rund 15 Bergretter und zwei Hubschrauber nach dem Vermissten. Die Helfer stießen gegen 22.00 Uhr auf einen Lawinenkegel im Nordosthang des Bergs, in den eine Spur hinein-, aber nicht mehr herausführte. Aufgrund starker Winde und der Lawinengefahr konnten Rettungskräfte und Hubschrauber nicht zur Unfallstelle vordringen. Der Einsatz wurde darum kurz nach Mitternacht abgebrochen.
Großaufgebot an Rettungskräften fand den Vermissten am Samstag
Am Samstag rückte dann ein Großaufgebot von 60 Bergrettern aus dem Lungau und dem Pongau mit fünf Suchhunden aus, auch Alpin- und Flugpolizei, das Rote Kreuz und ein Einsatzleitfahrzeug der Feuerwehr waren an dem Einsatz beteiligt. Trotz schlechter Sicht und Wind konnten die Helfer ab 8.00 Uhr zunächst per Hubschrauber zur rund 150 Meter breiten und 200 Meter langen Lawine gebracht werden, später ließ das Wetter dann keine Flüge mehr zu.
Der Skitourengeher konnte schließlich gegen 11.00 Uhr mit dem sogenannten RECCO-System geortet werden, das in Kleidung oder Ausrüstung integrierte Reflektoren erkennt. Mit Sonden stießen die Bergretter dann auf den Verunglückten. Die Bergung des Mannes selbst konnte wetterbedingt zunächst noch nicht durchgeführt werden.
Der Lawinenlagebericht vom Freitag wies für das Unfallgebiet Warnstufe 2 ("mäßig") für eine Seehöhe von über 2.000 Metern aus. Gewarnt wurde vor schwer erkennbaren Triebschneeansammlungen, die schon bei geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden können.
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