Hilfsorganisation: Viele halten Ebola für einen Mythos

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von Agenturen

Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes mit Schutzkleidung

Bild: APA/APA/AFP/SEROS MUYISA


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Beim Kampf gegen den Ebola-Ausbruch müssen sich die Helfer in Zentralafrika auch mit Aberglauben und Unwissenheit auseinandersetzen. In der Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, in der es die meisten der mehr als 900 Verdachtsfälle gibt, hält nach Angaben der Hilfsorganisation ActionAid etwa jeder Dritte die Krankheit für einen Mythos. Während manche die Existenz leugneten, glaubten andere, sich mit starken alkoholischen Getränken schützen zu können.

"Wir kämpfen nicht nur gegen ein tödliches Virus, sondern auch gegen Mythen, Angst und tief sitzendes Misstrauen", sagte Saani Yakubu, Landesdirektor von ActionAid in der Demokratischen Republik Kongo. "Wir arbeiten intensiv daran, in den Gemeinden Aufklärungskampagnen durchzuführen, um Mythen und falsche Informationen zu widerlegen." Dies solle die Bevölkerung auch zu einem "schutzorientierten Verhalten" führen.

Das mangelnde Wissen hatte in den vergangenen Tagen wiederholt zu Konfrontationen geführt. Zuletzt waren am Sonntag Ebola-Patienten aus dem Krankenhaus in der Ortschaft Mungwalu geflohen, als Angehörige eines Toten Behandlungszelte in Brand setzten, weil ihnen die Herausgabe der Leiche eines Verstorbenen verweigert wurde. Auch verstorbene Ebola-Patienten sind hochansteckend und müssen unter Beachtung von Sicherheitsmaßnahmen beigesetzt werden. Die geflüchteten Patienten wurden bisher nicht wieder gefunden.

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