Irans Außenminister in Russland - Treffen mit Putin

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von Agenturen

Araqchi (li) und Putin

Bild: APA/APA/AFP/POOL/DMITRY LOVETSKY


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Kremlchef Wladimir Putin hat Teheran bei einem Treffen mit dem iranischen Außenminister Abbas Araqchi in St. Petersburg die weitere Unterstützung Moskaus zugesichert. Er habe vorige Woche eine Botschaft des obersten Führers Mojtaba Khamenei, Sohn des getöteten Ayatollahs Ali Khamenei, erhalten und könne nur bestätigen, dass Russland und der Iran ihre strategische Partnerschaft fortsetzten, sagte Putin am Montag.

Araqchi sagte laut russischer Übersetzung in der Präsidentenbibliothek der Newa-Metropole, dass die Beziehungen zwischen Teheran und Moskau auf höchstem Niveau seien und weiter gefestigt würden. Er dankte Russland für die Unterstützung. Putin wiederum äußerte die Hoffnung auf baldigen Frieden in der Region. "Wir sehen, wie tapfer und heldenhaft das iranische Volk um seine Unabhängigkeit kämpft, um seine Souveränität", sagte der russische Staatschef. "Wir werden von unserer Seite alles tun, was in ihrem Interesse liegt und den Interessen alles Völker der Region entspricht, damit der Frieden so schnell wie möglich erreicht werden kann."

Russland bietet sich als Vermittler im Iran-Krieg an

Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte zu dem Treffen, dass eine Rückkehr zu Kampfhandlungen weder im Interesse Teherans noch im Interesse der Weltwirtschaft sei. Russland sei zudem zur Vermittlung in dem Konflikt bereit. Peskow hatte zuvor auch gesagt, das Gespräch sei wegen der Entwicklungen im Iran und im Nahen Osten von unschätzbarer Wichtigkeit.

Der iranische Botschafter in Moskau, Qasem Jalali, erklärte im Onlinedienst X, in seinem "diplomatischen Jihad mit dem Ziel, die Interessen des Landes voranzubringen, und unter Bedrohungen von außen" werde Araqchi mit Putin beraten. Die iranische Nachrichtenagentur ISNA berichtete, bei Araqchis Gesprächen mit russischen Regierungsvertretern gehe es um "den Stand der Verhandlungen, die Waffenruhe und damit zusammenhängende Entwicklungen".

Am Sonntag war Araqchi für einen Kurzbesuch nach Islamabad gereist. Dort übergab er dem Vermittler Pakistan "schriftliche Nachrichten" an die US-Regierung, berichtete die iranische Nachrichtenagentur FARS. Darin gehe es um "rote Linien der Islamischen Republik Iran, darunter Atom-Fragen und die Straße von Hormuz". Mit Blick auf die Blockade der Straße von Hormuz sagte Araqchi laut Staatsfernsehen, die sichere Durchfahrt durch die Meerenge sei ein "wichtiges globales Thema".

Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete am Sonntag unter Berufung auf einen US-Vertreter und mit den Vorgängen vertraute Kreise, Teheran habe einen neuen Vorschlag für eine Öffnung der Straße von Hormuz und ein Ende des Krieges an Washington übermittelt. Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sollen demnach auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Die iranische Nachrichtenagentur IRNA zitierte den Axios-Bericht, ohne diesen zu dementieren.

Der Iran hatte die Straße von Hormuz, durch die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen verläuft, zu Beginn der Angriffe der USA und Israels Ende Februar de facto gesperrt. Nach einer zwischenzeitlichen Öffnung für einen Tag schloss Teheran die Meerenge Mitte April wieder. Die US-Marine blockiert ihrerseits iranische Häfen in der Straße von Hormuz. Die Sperrung hat zu einem sprunghaften Anstieg der Energiepreise geführt.

Dazwischen war der iranische Außenminister für einen Kurzbesuch nach Oman geflogen. US-Präsident Donald Trump hatte eine Reise seiner Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner zu möglichen neuen Verhandlungen in Islamabad am Samstag kurzfristig abgesagt.

Die USA hatten auf Befehl von Präsident Trump am 28. Februar mit Israel die Bombardierung des Iran begonnen. Teheran reagierte mit Gegenangriffen und einer Blockade der Straße von Hormuz - einer der wichtigsten Routen für Öltanker weltweit. Letzteres hat zu massiven Preissteigerungen für Öl und Gas auf den Weltmärkten geführt.

Russland gilt als Verbündeter des Iran, unterstützt das Land etwa mit humanitären Hilfslieferungen, aber nicht offen militärisch. Moskau bekräftigte zuletzt mehrfach sein Angebot, angereichertes Uran aus dem Iran abzunehmen. Eine der Hauptforderungen der USA ist der Verzicht des Iran auf eine Atombombe.

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