Israels Armee meldet Angriff in Beirut
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von AgenturenIsraelischer Angriff auf libanesische Küstenstadt Tyrus
Bild: APA/APA/AFP/KAWANT HAJU
Israels Armee hat am Donnerstag eigenen Angaben zufolge trotz geltender Waffenruhe in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Sie sprach von einem "gezielten" Angriff, weitere Details nannte das Militär zunächst nicht. Der Angriff traf ersten libanesischen Berichten zufolge ein Wohngebäude am Stadtrand der Hauptstadt, im Viertel Schueifat. Über weiten Teilen Beiruts waren laut dpa seit der Früh Drohnen zu hören. Angaben zu möglichen Opfern gab es zunächst nicht.
Während die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Südlibanon zuletzt wieder zugenommen haben, gab es in Beirut seit Beginn einer offiziell seit Mitte April geltenden Feuerpause nur einen Angriff vor rund drei Wochen. Ziel war israelischen Angaben zufolge damals ein Kommandeur der Radwan-Einheit der libanesischen Hisbollah-Miliz gewesen.
Mehrere Tote bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon
Zuvor waren am Donnerstag bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon erneut mehrere Menschen getötet worden. Bei einem Angriff südlich der Küstenstadt Sidon am Donnerstagfrüh seien sechs Menschen getötet worden, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Darunter seien zwei Kinder, deren Mutter und Vater, hieß es. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA hatte zuvor berichtet, bei den Getöteten habe es sich um eine Familie gehandelt, die aus dem Süden geflohen sei.
NNA meldete darüber hinaus, dass bei einem israelischen Drohnenangriff auf ein Motorrad bei der Küstenstadt Tyrus zwei Menschen getötet worden seien. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums war darunter auch ein Kind. Es habe sich um syrische Staatsbürger gehandelt.
Auch in der Stadt Sidon hat es demnach einen Angriff gegeben. Auch dabei sei es zu Toten und Verletzten gekommen. Angaben zur Zahl der Opfer des Angriffs gab es zunächst nicht. Das israelische Militär äußerte sich dazu vorerst nicht.
Die libanesische Armee meldete am Donnerstagvormittag den Tod eines Soldaten. Er sei bei einem israelischen Luftangriff in der Provinz Nabatija getötet worden. Das libanesische Militär ist in dem aktuellen Konflikt keine Kriegspartei.
Israels Armee hatte am Mittwochabend große Teile des Südlibanons zur "Kampfzone" erklärt. Für die Küstenstadt Tyrus und die Stadt Nabatija sowie umliegende Gebiete wurden großflächige Fluchtaufrufe an die Bewohner gerichtet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden bei einem Angriff nahe Tyrus am Mittwochabend drei Menschen getötet und 37 weitere verletzt.
"Schreckliche Nacht" in Tyrus
"Es war eine schreckliche Nacht", sagte ein Bewohner aus Tyrus der dpa. "Angriff nach Angriff", sagte er. Vielerorts sei der Strom ausgefallen. Viele Menschen hätten die Nacht am Strand verbracht.
Seit den Evakuierungsaufrufen des israelischen Militärs bildeten sich lange Staus in Richtung der Hauptstadt Beirut. Die israelische Armee hatte die Bewohner im Süden aufgerufen, sich nördlich des Zahrani-Flusses - etwa 40 Kilometer nördlich der israelischen Grenze - in Sicherheit zu bringen.
Die Lage zwischen Israel und der vom Iran unterstützen Hisbollah im Libanon hat sich zuletzt deutlich zugespitzt. Israel und die libanesische Regierung - die keine Konfliktpartei ist - hatten Mitte April zwar eine Waffenruhe geschlossen. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel jedoch ab. Der Krieg geht seitdem weiter. Beide Seiten greifen einander weiter täglich an. Dabei kommt es vor allem im Libanon immer wieder zu Opfern.
Israel meldet getötete Soldatin
Israels Armee meldete am Donnerstagfrüh eine getötete Soldatin in Nordisrael. Israelischen Medienberichten zufolge kam sie bei einem Drohnenangriff der Hisbollah nahe der libanesischen Grenze ums Leben. Bei dem Vorfall am Mittwoch seien zudem zwei Soldaten verletzt worden, hieß es von Israels Militär weiter.
Die israelische Armee fing amDonnerstag eigenen Angaben zufolge zudem "ein verdächtiges Flugobjekt" ab, das in der Nähe israelischer Soldaten im Südlibanon registriert worden sei. In Nordisrael wurde deshalb Luftalarm ausgelöst. Zudem hätten auch wegen eines weiteren "feindlichen Fluggeräts" die Warnsirenen im Norden des Landes geheult, teilte Israels Militär weiter mit.
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