Khamenei ruft Menschen im Iran zum Kinderkriegen auf
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von AgenturenMassenhochzeit in Teheran
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Der oberste iranische Führer Mojtaba Khamenei hat die Menschen in seinem Land aufgefordert, mehr Kinder zu bekommen. "Wenn sie die richtige und notwendige Politik des Bevölkerungswachstums ernsthaft verfolgen, wird die große iranische Nation in der Lage sein, eine wichtige Rolle zu spielen und zukünftig strategische Sprünge erfahren", erklärte Khamenei in einem Brief, von dem am Dienstag Auszüge im Onlinedienst X veröffentlicht wurden.
Die Geburtenrate im Iran ist in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Mojtaba Khamenei hatte nach der Tötung seines Vaters Ayatollah Ali Khamenei zu Beginn des Iran-Krieges dessen Nachfolge als politisches und religiöses Oberhaupt des Iran angetreten. Seit seiner Ernennung ist er bisher nicht öffentlich aufgetreten und hat nur wenige schriftliche Erklärungen abgegeben. Dies hat Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und Aufenthaltsort ausgelöst.
Der Iran liegt mit etwa 92 Millionen Einwohnern auf Platz 17 der bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Damit zählt es nur halb so viele Menschen wie das benachbarte Pakistan. 1979 lag die Geburtenrate noch bei 6,5 Kindern pro Frau, 2024 war sie laut Zahlen der Weltbank auf nur noch 1,7 gesunken. 2020 erklärte ein Vertreter der Gesundheitsbehörden, dass staatliche Krankenhäuser und Kliniken keine Sterilisierungen mehr vornehmen und auch keine Verhütungsmittel mehr ausgeben würden, um das Bevölkerungswachstum zu stimulieren.
Massenhochzeit in Teheran
Bereits Montagabend hatten die iranischen Behörden öffentliche Massentrauungen für Paare abgehalten, die sich bereit erklärt haben, im Krieg für ihr Land zu sterben. Die Zeremonien wurden laut iranischen Medienberichten für Hunderte Paare auf mehreren Plätzen in der Hauptstadt Teheran veranstaltet und im Staatsfernsehen übertragen. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Mehr nahmen allein auf dem Imam-Hussein-Platz 110 Paare teil.
Die Beteiligten der Massentrauungen hatten sich laut iranischen Medienberichten für das "Selbstopferungs"-Programm registriert. Demnach geloben sie, im Krieg ihr Leben zu riskieren, etwa durch Menschenketten an Kraftwerken. Laut den Behörden meldeten sich Millionen Iraner, darunter Parlamentspräsident Mohammed Bagher Qalibaf und Präsident Masoud Pezeshkian.
"Natürlich befindet sich das Land im Krieg, aber die jungen Leute haben auch das Recht zu heiraten", sagte eine junge Frau im Brautkleid laut Mehr. Ein Mann im dunklen Anzug sagte an der Seite seiner zukünftigen Braut, sie seien glücklich, dass ihre Trauung mit dem Jahrestag der Hochzeit des von Schiiten verehrten Imams Ali mit Fatima, der Tochter des Propheten Mohammed, zusammenfalle.






