Mehr als 100 Tote bei neuen Angriffen Israels im Libanon

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von Agenturen

Israelischer Angriff auf Tyros im Südlibanon (Archivbild)

Bild: APA/APA/AFP/KAWNAT HAJU


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Trotz einer seit Freitag geltenden Waffenruhe gingen die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz am Wochenende weiter. Bei israelischen Luftangriffen in der Bekaa-Ebene im Osten und in der südlichen Stadt Tyros starben laut Behörden mindestens sieben Menschen, darunter ein Kind. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA am Sonntag. Zuvor hatten libanesische Behörden über israelische Angriffe mit 35 Toten am Samstag und 83 Toten am Freitag berichtet.

Israels Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten. Vor den israelischen Angriffen hatte die Armee der proiranischen Hisbollah-Miliz Verstöße gegen die Feuerpause vorgeworfen. Als Reaktion seien Raketenstellungen, Waffenlager und Kommandozentralen der Hisbollah angegriffen worden. Dagegen erklärte die Miliz, sie habe auf einen Vormarsch der israelischen Truppen reagiert. Die Angaben der Konfliktparteien ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Kämpfe um strategischen Hügel bei Nabatieh

Laut libanesischen Sicherheitskreisen überwachen israelische Bodentruppen einen strategisch wichtigen Hügel nahe der Stadt Nabatieh genau, auch wenn sie dort noch nicht die Kontrolle übernommen haben. Die proiranische Hisbollah-Miliz soll hier mehrere Tunnel und Höhlen nutzen, wo sich auch Hisbollah-Kämpfer und Kommandeure von Irans Revolutionsgarde verstecken sollen.

Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtete hingegen, Israels Armee kontrolliere das Gebiet bereits. Dort befinde sich eine befestigte unterirdische Anlage, die mit iranischer Unterstützung errichtet wurde und als eines der wichtigsten Kommando- und Kontrollzentren der Hisbollah im Südlibanon gelte. Dutzende Hisbollah-Kämpfer seien dort eingeschlossen.

Die Hisbollah wies diese Darstellung gegenüber dem Nachrichtenkanal "Al Jazeera" als falsch zurück. Solche Darstellungen seien nur dazu gedacht, die Moral israelischer Truppen zu stärken, nachdem diese es nicht geschafft hätten, den Hügel einzunehmen.

Gefechte in der Region dauern an

In dieser Region hatte Israel vor rund drei Wochen bereits die wichtige und historische Burg Beaufort eingenommen. Seit Wochen kommt es in dem Gebiet zu Gefechten der Armee mit der Hisbollah-Miliz. Zuletzt wurden dort auch vier israelische Soldaten bei einem Angriff auf ihren Panzer getötet.

In dem Krieg wurden seit Anfang März im Libanon nach offiziellen Angaben mehr als 4.000 Menschen getötet und mehr als 12.000 weitere verletzt. Die Kämpfe belasten die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA. Das zwischen den beiden Ländern jüngst abgeschlossene Rahmenabkommen sieht ein Kriegsende auch im Libanon vor.

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