Papst bei Friedensgebet: Kein Weinen Unschuldiger mehr
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von AgenturenPapst beim Friedensgebet im Vatikan
Bild: APA/APA/AFP/TIZIANA FABI
Papst Leo XIV. hat zu Frieden in den Konfliktregionen der Welt und zu einem Ende von Gewalt aufgerufen. Bei einem Friedensgebet im Vatikan sagte das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken, niemand solle wegen der Bedrohung durch Bomben aus seinem Zuhause fliehen müssen. Machtgier und verbale Gewalt müssten dem Durst nach Gerechtigkeit und Wahrheit weichen. Es dürfe auch kein Weinen Unschuldiger mehr geben.
Leo betonte, Frieden sei auch in aktuellen Zeiten der Spannungen und Konflikte möglich. Voraussetzung sei, "den Schrei derer zu hören, die seiner beraubt sind". Als Beispiele nannte er unschuldige Kinder, verzweifelte Mütter und Väter, misshandelte Gefangene, Flüchtlinge und andere leidende Menschen. "Sie alle haben nur ein einziges Wort auf den Lippen: Frieden!", sagte er.
Nach erstem Friedensgebet zog Leo Zorn Trumps auf sich
Zugleich appellierte der Papst an die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen. Jeder könne mit kleinen, aber wichtigen Schritten zu einer friedlicheren Gesellschaft beitragen, sagte er. Dazu gehöre es, auf verbale und körperliche Gewalt zu verzichten - sowohl im Alltag als auch in sozialen Medien.
Es ist das zweite große Friedensgebet des Papstes. Nach dem ersten Mal am 11. April hagelte es scharfe Kritik aus den USA an den Worten des ersten US-Amerikaners auf dem Stuhl Petri. Leo hatte mit sehr deutlichen Worten zum Frieden aufgerufen und vor einem "Allmachtswahn" gewarnt, der immer unvorhersagbarer und aggressiver werde. US-Präsident Donald Trump griff Leo daraufhin verbal an. Die Auseinandersetzung sorgte weltweit für Schlagzeilen.
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