Parlamentswahl in Israel könnte vorgezogen werden
Veröffentlicht:
von AgenturenDas israelische Parlament (Knesset)
Bild: APA/APA/AFP/MENAHEM KAHANA
Die offiziell für Ende Oktober angesetzte Parlamentswahl in Israel könnte vorgezogen werden. Der Vorsitzende der Regierungskoalition, Ofir Katz, reichte Mittwochabend einen entsprechenden Gesetzesentwurf zur Auflösung des Parlaments ein. Ein parlamentarischer Ausschuss soll nach Medienberichten das Datum für die Neuwahl festlegen. Diese könnten demnach im September oder Oktober stattfinden. Die Wahl muss spätestens am 27. Oktober abgehalten werden.
Nach Medienberichten ziehen die strengreligiösen Koalitionspartner des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanyahu aber ein Datum Anfang September vor. Netanyahu wolle die Wahl dagegen lieber später abhalten.
Ultraorthodoxe Koalitionspartner sind nach Medienberichten verstimmt, weil die rechtsreligiöse Regierung bisher ein vereinbartes Gesetz zur Befreiung strengreligiöser Männer von der Wehrpflicht nicht durchsetzen konnte. Angesichts eines starken Mangels an Kampfsoldaten und eines Stimmungswandels nach dem Hamas-Terrorangriff am 7. Oktober 2023 auf Israel ist das Vorhaben stark umstritten.
Mehrheit ungewiss
Die strengreligiösen Parteien gelten seit Jahrzehnten als "natürliche Partner" Netanyahus. Nach Meinungsumfragen ist aber fraglich, ob der am längsten amtierende Ministerpräsident Israels sich nach der Wahl erneut eine Mehrheit sichern kann.
Mit einer ersten Abstimmung über den Gesetzesentwurf zur Auflösung des Parlaments wird nächste Woche gerechnet. Bis zur endgültigen Billigung muss er aber noch drei Lesungen passieren. Auch die Opposition will eine vorgezogene Wahl.
Mehr entdecken

Innsbruck
Signa-Gründer René Benko erhält Fußfessel

Vatikan
Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs: Teil der rechten Lunge bei OP entfernt

Schuldspruch
40 Jahre Haft für Drahtzieher des Mordes an Rapper Tupac Shakur

Vorsitz
Marterbauer will erst später über SPÖ-Vorsitz entscheiden

Bundesheer
Rund eine Milliarde Euro Mehrkosten durch Wehrdienstreform bis 2031

"Impfrate anheben"
Impfen in Apotheken soll einfachen Zugang sicherstellen
