Drei Todesfälle
Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Passagiere sitzen fest
Aktualisiert:
von Quelle: APA, JOYN NewsPRAIA - KAP VERDE: This video grab taken from an AFPTV video on May 4, 2026 shows a general view of the cruise ship MV Hondius (R) stationary off the port of Praia, the capital of Cape Verde. Strict precautionary measures including isolation are in place on a cruise ship anchored off Cape Verde on which a suspected outbreak of hantavirus has killed three people, the cruise operator said on May 4, 2026..The Canary Islands are being "considered" for disembarkation of the boat, which has 149 people of 23 nationalities on board, after Cape Verde refused entry, Oceanwide Expeditions said in a statement. (Photo by AFPTV / AFP) / The erroneous mention[s] appearing in the metadata of this photo by - has been modified in AFP systems in the following manner: [This video grab taken from an AFPTV video on May 4, 2026 shows a general view of the cruise ship MV Hondius (R) stationary off the port of Praia, the capital of Cape Verde.] instead of [A general view of the cruise ship MV Hondius (R) stationary off the port of Praia, the capital of Cape Verde, on May 4, 2026.]. Please immediately remove the erroneous mention[s] from all your online services and delete it (them) from your servers. If you have been authorized by AFP to distribute it (them) to third parties, please ensure that the same actions are carried out by them. Failure to promptly comply with these instructions will entail liability on your part for any continued or post notification usage. Therefore we thank you very much for all your attention and prompt action. We are sorry for the inconvenience this notification may cause and remain at your disposal for any further information you may require..
Bild: APA/APA/AFPTV/-
Nach einem möglichen Ausbruch des Hantavirus auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff können die Passagiere nicht wie geplant auf Kap Verde von Bord gehen.
Das Wichtigste in Kürze
Nach einem möglichen Hantavirus-Ausbruch dürfen die Passagiere eines Kreuzfahrtschiffs nicht auf Kap Verde von Bord gehen.
Stattdessen wird eine Weiterfahrt zu den Kanarischen Inseln geprüft, während einzelne Erkrankte evakuiert werden sollen.
Es gebe keinen gesicherten Zielort, eine Weiterfahrt in Richtung der Kanarischen Inseln werde geprüft, teilte der Schiffsbetreiber Oceanwide Expeditions mit.
Für drei Personen sei eine medizinische Evakuierung über Kap Verde geplant. Aktuell liegt das Schiff vor der Inselgruppe vor der Westküste Afrikas vor dem Hafen von Praia.
Auf den Kanaren, etwa in Las Palmas auf Gran Canaria oder auf Teneriffa, könnten bei einer Landung weitere medizinische Untersuchungen stattfinden, erklärte die Reederei.
Diese könnten unter Aufsicht durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und niederländische Gesundheitsbehörden stattfinden. "Dies muss noch bestätigt werden", schränkte die Reederei am späten Montagabend ein. Die Stimmung an Bord der "Hondius" sei "ruhig" und die knapp 150 Passagiere seien "insgesamt gefasst", hieß es.
Das Kreuzfahrtschiff mit 61 Besatzungsmitgliedern hatte sich vor einigen Wochen auf den Weg von Argentinien nach Kap Verde gemacht. Unterwegs kam es dann zu mehreren Todesfällen.
Bisher sind drei Passagiere der "Hondius" gestorben, ein älteres niederländisches Ehepaar und ein Deutscher. Bei der verstorbenen Niederländerin wurde das Hantavirus nachgewiesen, wie die Reederei unter Berufung auf die WHO erklärte. Ein weiterer Passagier ist laborbestätigt am Hantavirus erkrankt und wird auf einer Intensivstation in Südafrika behandelt.
Zudem gibt es an Bord Hantavirus-Verdachtsfälle. Zwei Besatzungsmitglieder seien erkrankt, teilte die Reederei mit.
Infektion in der Regel über Kot von Nagetieren
Das Hantavirus kann bei Menschen zu Fieber und schweren Atemwegserkrankungen führen. Auch die Nieren nehmen häufig Schaden.
Zu Infektionen kann es beim Kontakt mit den Ausscheidungen von Nagetieren kommen. In seltenen Fällen wird der Erreger laut WHO auch von Mensch zu Mensch übertragen. Infizierte Nagetiere scheiden das Virus mit ihrem Kot, Urin oder Speichel aus. Menschen stecken sich üblicherweise durch aufgewirbelten Staub – etwa beim Aufräumen eines staubigen Schuppens oder Dachbodens – oder durch Bisse an. Ein Ausbruch auf einem Schiff ist ungewöhnlich.
Die WHO sieht jedenfalls kein größeres Risiko für die breite Öffentlichkeit. Die Organisation unterstützt nach eigenen Angaben die Passagiere und die Crew. Eine detaillierte epidemiologische Untersuchung sei im Gange.
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