Prag: Alt-AKW Dukovany soll bis zu 80 Jahre lang laufen
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von AgenturenTschechisches AKW Dukovany
Bild: APA/APA/AFP (Archiv-/Themenbild)/MICHAL CIZEK
Tschechien will sein ältestes Atomkraftwerk am Standort Dukovany bis zu 80 Jahre lang laufen lassen. Das teilte Industrie- und Handelsminister Karel Havliček am Donnerstag in Prag mit. Die vier Reaktorblöcke des sowjetischen Typs WWER-440/213 gingen bereits in den Jahren 1985 bis 1987 ans Netz. Sie könnten damit bis in die Jahre 2065 bis 2067 Strom produzieren. Umweltschützer, auch aus Österreich, halten die bestehende Anlage des Typs WWER 440/213 für veraltet und gefährlich.
Das AKW sei kein Ersatz für den geplanten Bau neuer Atomreaktoren, sondern eine "logische Ergänzung", argumentierte hingegen Havliček.
Von 60 auf 80 Jahre
Bisher habe man mit einer Betriebsdauer von 60 Jahren gerechnet, sagte der Vorstandsvorsitzende des teilstaatlichen Stromkonzerns CEZ, Daniel Beneš. Doch aktuelle Wirtschafts- und Sicherheitsanalysen hätten gezeigt, dass man die Reaktorblöcke in Dukovany länger betreiben könne. "Jeden Tag stellen wir fest, dass sie in einem ausgezeichneten Zustand sind", sagte Beneš. Eine Vereinbarung über eine feste AKW-Laufzeit gibt es in Tschechien nicht.
Wie sicher sind die Altmeiler?
Umweltschützer - vor allem aus dem nahen Österreich - halten die bestehende Anlage des Typs WWER 440/213 für veraltet. Diese Bauart wurde auch in den Blöcken 5 bis 8 des stillgelegten DDR-Atomkraftwerks Greifswald verwendet. Neben dem Weiterbetrieb der alten Reaktorblöcke plant Tschechien in Dukovany auch den Bau von zwei neuen. Den Zuschlag erhielt im vorigen Jahr der südkoreanische Energiekonzern KHNP. Dukovany liegt rund 100 Kilometer nördlich von Wien und nur knapp 31 Kilometer hinter der Grenze zu Österreich.
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