Prozess nach Terroranschlag in Villach startet in Klagenfurt

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von Quelle: APA, JOYN News

Der Tatort in Villach drei Tage nach dem Anschlag

Bild: APA/APA/PETER LINDNER/PETER LINDNER


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Mehr als ein Jahr nach dem Terroranschlag in Villach, bei dem ein 14-jähriger Schüler getötet und fünf Personen teils lebensgefährlich verletzt wurden, beginnt am Mittwoch am Landesgericht Klagenfurt der Prozess gegen einen 24-jährigen Syrer. Er soll in der Innenstadt auf Passanten eingestochen haben, ihm werden Mord, mehrfacher Mordversuch und terroristische Straftaten vorgeworfen. Zwei Verhandlungstage sind anberaumt, am Donnerstag wird das Urteil erwartet.

Für den Schwurgerichtsprozess in Klagenfurt gelten strengste Sicherheitsvorkehrungen. Rund um das Gerichtsgebäude und auch innerhalb waren am Mittwoch zahlreiche Polizeibeamte postiert. Alle Zuhörer, auch Journalistinnen und Journalisten, wurden am Eingang genau auf elektronische Geräte kontrolliert. Die Zahl der Handys und Laptops wurden von den Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes notiert - diese müssen dann vor dem Eingang des Saales abgegeben werden. Will man damit im eigens eingerichteten Medienraum arbeiten, so muss man diese beim Verlassen der Saales jeweils wieder abholen.

Schon eine Dreiviertelstunde vor Prozessbeginn herrschte reger Andrang beim Einlass. Um 8.30 Uhr wurde der Schwurgerichtssaal geöffnet. Dabei wurde auch der erste Blick auf die Umbauarbeiten im Saal möglich: In einer Ecke des Saales, vom Zuhörerraum aus gesehen rechts neben dem Richterpult, wurden Plexiglaswände installiert, die einen kleinen, viereckigen Raum bilden. Der Angeklagte gilt als extrem gefährlich, er wird mit Hand- und Fußfesseln gesichert in diesen Raum geführt und den gesamten Prozess über dort bleiben. Oberstes Ziel sei es, alle Beteiligten, vor allem aber die Geschworenen, zu schützen, hieß es vom Landesgericht. Der Prozess ist jeweils von 9.00 bis 16.30 Uhr anberaumt.

Ein Toter, fünf Schwerverletzte

Der Terroranschlag hatte sich am 15. Februar 2025 in der Villacher Innenstadt ereignet. Der damals 23-Jährige soll versucht haben, seine Opfer mit einem Klappmesser zu töten. Gestoppt wurde er erst durch die schnelle Reaktion eines Essenszustellers, der ebenfalls aus Syrien stammt: Er erkannte die Situation und fuhr den mutmaßlichen Täter mit dem Auto an, woraufhin dieser festgenommen wurde.

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