Qualifikantin Chwalinska sensationell im Paris-Finale
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von AgenturenSensationsfrau Chwalinska
Bild: APA/APA/AFP/DIMITAR DILKOFF
Die polnische Tennisspielerin Maja Chwalinska hat ihren sensationellen Erfolgslauf bei den French Open fortgesetzt und mit dem Finaleinzug einen Meilenstein gesetzt. Die Weltranglisten-114. gewann am Donnerstag gegen die Russin Diana Schnaider 7:6 (4),6:4 und erreichte als erst zweite Qualifikantin überhaupt ein Grand-Slam-Finale. Im Endspiel am Samstag trifft die 24-Jährige auf die Russin Mirra Andrejewa, die die Ukrainerin Marta Kostjuk mit 6:1,6:3 in die Schranken wies.
Das Kunststück, als Qualifikantin bis ins Finale vorzustoßen, war 2021 auch Emma Raducanu bei den US Open gelungen - die Britin holte damals sogar den Titel. Dafür muss Chwalinska in Paris noch einmal über sich hinauswachsen und die klare Favoritin Andrejewa schlagen. Die 19-jährige Russin steht ebenfalls erstmals in ihrer Karriere im Endspiel eines Major-Turniers.
Polnische Qualifikantin lebt ihren Traum
Chwalinska entnervte mit ihrem geduldigen und taktisch variantenreichen Spiel auch die als Nummer 25 gesetzte Schnaider. "Das ist wie ein Traum. Ich weiß gar nicht, was gerade los ist. Ich bin sprachlos und einfach nur sehr glücklich", sagte Chwalinska, die erneut äußerlich unbeeindruckt von der Kulisse aufgespielt hatte. "Ich versuche, gelassen zu bleiben, aber in mir drinnen ist es stürmisch." Nach den vielen bestrittenen Matches sei sie mental und körperlich schon ziemlich am Limit. "Ich werde nicht lügen, es geht mir nicht großartig, es ist herausfordernd gegen die besten Spielerinnen der Welt zu spielen, aber ich beschwere mich nicht." Vor Finalgegnerin Andrejewa habe sie großen Respekt. "Ich habe ihr Spiel gesehen, es wird einfach eine weitere große Erfahrung - in einem Grand-Slam-Finale", sagte die Polin angesichts ihres Erfolgslaufs ungläubig den Kopf schüttelnd.
Andrejewa im brisanten Duell mit Kostjuk überlegen
Im Gegensatz zur als Nummer acht gesetzten Linz-Siegerin Andrejewa zeigte Kostjuk in ihrem ersten Grand-Slam-Halbfinale Nerven. Die 23-Jährige verlor erstmals nach 16 Siegen auf der Tour wieder ein Match, auch weil sie 34 unerzwungene Fehler machte. Sie hatte dem Anschein nach auch Probleme mit dem Wind, ehe das Dach geschlossen wurde. Das Publikum war größtenteils auf der Seite der Ukrainerin, doch auch diese Unterstützung half wenig. Nach Matchende verzichtete Kostjuk wie erwartet auf einen Handschlag mit Andrejewa am Netz. Damit wollen ukrainische Tennisprofis ein Zeichen des Protests gegen den russischen Angriffskrieg in ihrer Heimat setzen.
"Ich bin superglücklich, darüber, wie ich gespielt habe, wegen der Revanche für das Madrid-Finale gegen sie und mein erstes Grand-Slam-Finale. Ich bin schon sehr gespannt auf mein letztes Match hier in Paris", sagte Andrejewa und ergänzte: "Ich war sehr nervös. Sie hatte eine unglaubliche Saison auf Sand, deshalb war viel Druck da." Der Titel im Mixed-Doppel ging an die topgesetzten Sara Errani/Andrea Vavassori aus Italien, die im Finale Gabriela Dabrowski/Evan King (CAN/USA) 4:6,6:3,10:4 bezwangen. Im Viertelfinale der Junioren schied der Burgenländer Thilo Behrmann gegen den Brasilianer Luis Miguel mit 4:6,6:1,3:6 aus.
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