Showdown um Frauen-Meistertitel - Erstmals seit 2013 "Krimi"
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von AgenturenSo wollen Kirchberger und Co. auch am Samstag jubeln
Bild: APA/APA/MAX SLOVENCIK/MAX SLOVENCIK
Ein "Finale" um den Meistertitel: Besser hätte ein Regisseur die Entscheidung in der Frauen-Fußball-Bundesliga nicht planen können. Tabellenführer Austria Wien geht nur noch mit einem Vorsprung von zwei Punkten auf Serienmeister St. Pölten in das direkte Heimduell zum Meistergruppen-Abschluss am Samstag (14.00 Uhr/live ORF Sport+). Erstmals seit der Saison 2012/13 fällt die Entscheidung in der letzten Runde, damals waren die Titelaspiranten aber nicht aufeinandergetroffen.
"Natürlich wäre es uns lieber gewesen, dass es eher ein Prestigeduell ist, als dass es noch um die Meisterschaft geht. Trotzdem sind wir aufgrund unserer Leistungen in dieser Saison und auch den Leistungen gegen St. Pölten zuversichtlich, dass wir das aus eigener Kraft schaffen können", sagte Austria-Trainer Stefan Kenesei. Sein Team ist diese Saison gegen die Niederösterreicherinnen ungeschlagen. Im Grunddurchgang gab es einen 1:0-Auswärtssieg und 2:1-Heimerfolg. Im Cup-Achtelfinale behielten die Wienerinnen in St. Pölten mit 2:1 die Oberhand. Im ersten Meistergruppen-Duell gab es am 26. April keine Treffer. Das würde den Wienerinnen diesmal für den Premieren-Meistertitel reichen.
Wienerinnen wollen i-Tüpfelchen in Traumsaison
"Wir wollen unseren Platz an der Sonne verteidigen. Dass das eine sehr schwere Aufgabe wird, wissen wir. Dass wir aber in der angenehmen Rolle des Gejagten sind, wissen wir auch und gehen mit entsprechend viel Selbstvertrauen ins Duell", erläuterte Kenesei. Der Meistertitel wäre das i-Tüpfelchen in einer Saison, in der durch den erstmaligen Triumph im Cup und dem Einzug ins Viertelfinale des Women's Europa Cup schon Geschichte geschrieben wurde. Mit drei 0:0 in fünf Partien im "oberen Play-off" zeigte der Tabellenführer aber Nerven. Der erste Meister-Matchball wurde am Samstag zu Hause gegen Salzburg vergeben.
Die Niederösterreicherinnen waren mit einem Sechs-Punkte-Rückstand nach dem Grunddurchgang gefühlt schon aus dem Rennen, pirschten sich aber zuletzt heran. Der Showdown ist die Belohnung, die Chance auf den elften Meistertitel in Folge lebt. "Was für ein schönes Duell uns da am Samstag erwartet. Wir haben nicht unbedingt erwartet, dass es am letzten Spieltag noch zu so einer Situation kommen wird, aber wir sind darauf vorbereitet. Wir haben alles uns in der Macht Liegende getan, um uns diese Chance zu erspielen", sagte St. Pöltens Trainer Laurent Fassotte.
Bei Titel ist Weg in Champions League leichter
Schützenhilfe hielt sein Team zuletzt "am Leben". Nun will das Aushängeschild langer Jahre noch selbst den Turnaround schaffen. "Wir müssen ruhig bleiben und unsere Stärken auf den Platz bringen. Wir haben einen großen Glauben an unsere Möglichkeiten und Qualität", meinte der 48-jährige Belgier. Er hatte am 23. Oktober Lisa Alzner abgelöst. Große Auswirkungen hat der Meistertitel auch für das internationale Geschäft. Der Weg in die Champions League ist über den Meisterweg deutlich leichter als über den Ligaweg. Beide Teams steigen voraussichtlich in der 2. Qualifikationsrunde ins Geschehen ein. Der Ligadritte Sturm Graz tritt in der 1. Qualirunde des Women's Europa Cup an.
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