Steiermark
64-Jähriger erschoss Ehefrau mit Gewehr, Polizei nahm ihn fest
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von Quelle: APA, JOYN NewsGERSDORF - ÖSTERREICH: FOTO: APA/ERWIN SCHERIAU
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Ein 64 Jahre alter Oststeirer dürfte am Mittwoch vermutlich bereits am Nachmittag auf einem Gehöft seine 59-jährige Ehefrau mit einem Gewehr erschossen haben. Nach der Tat hatte der Mann eine Verwandte angerufen und ihr die Tat geschildert. Diese alarmierte die Polizei.
Aufgrund der Bewaffnung des Mannes wurden Polizisten der Cobra hinzugezogen. Sie konnten den Mann zur Aufgabe überreden, beim Verlassen des einschichtig im Wald gelegenen Hauses wurde er festgenommen.
Über ein Motiv liegen noch keine Erkenntnisse vor. Ermittler und die Spurensicherung haben ihre Arbeit aufgenommen. Die Waffe wurde sichergestellt, um welche Art Gewehr es sich handelt und ob der Mann es legal besessen hat, gab es vorerst keine Angaben.
Abgelegenes Gehöft im Wald
Über eine Befragung des Tatverdächtigen und erste Ergebnisse war vorerst nichts bekannt. Bei dem Gehöft handelt es sich um abgelegene Gebäude eines Hofes in einem Waldstück im Ortsteil Gschmaier, rund eineinhalb Kilometer südlich von Gersdorf im oststeirischen Bezirk Weiz, westlich von Großsteinbach.
Erst in der Nacht auf den 25. April war es in einem Einfamilienhaus in Heimschuh (Bezirk Leibnitz) zu einem Femizid gekommen.
Ein 36 Jahre alter Mann hatte in der Nacht auf Samstag seine Ehefrau (35) im Streit erschossen. Laut Polizei tötete er danach sich selbst. Der 36-Jährige besaß legal zwei Gewehre, eines davon wurde zur Tatwaffe. Das Ehepaar hatte zwei Kinder, die zum Tatzeitpunkt nicht zu Hause waren.
Infobox Hilfe bei häuslicher Gewalt
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Ministerinnen sehen Handlungsbedarf
Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner und Justizministerin Anna Sporrer (beide SPÖ) reagierten in einem gemeinsamen Statement auf die Bluttat: "Es ist traurige Gewissheit, dass wir in Österreich erneut das Leben von zwei Frauen beklagen müssen, die durch den Einsatz von Schusswaffen getötet wurden." Nun müsse man noch konsequenter handeln.
So sei mit der Reform des Waffengesetzes bereits ein vorläufiges Waffenverbot bei Gewalt im familiären Umfeld durchgesetzt. "Diese Regelungen müssen weiterentwickelt werden." Gesetze alleine reichten aber nicht. "Der Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", erinnerten die beiden Ministerinnen.
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