Stocker sieht Albanien und Montenegro auf bestem Weg in EU
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von Agenturen"Noch in diesem Jahrzehnt werden wir 28 sein"
Bild: APA/APA/AFP/JOE KLAMAR
ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker sieht vor dem EU-Westbalkan-Gipfel am Freitag Albanien und Montenegro auf dem besten Weg in die Union. "Noch in diesem Jahrzehnt werden wir 28 sein", sagte der Kanzler am Donnerstag im "Presse"-Interview. Bei den besonders erweiterungsskeptischen Österreichern will er verstärkt dafür werben - mit wirtschaftlichen und geopolitischen Argumenten. Aus seiner Sicht sei Montenegro der aussichtsreichste Kandidat dafür, nächster EU-Staat zu sein.
Ob das Land allerdings schon im Jahr 2028 Mitglied der Europäischen Union sein werde, könne er aber nicht sagen. "Im Wege steht, dass die offenen Kapitel auch abgeschlossen werden müssen."
Für Österreich erwartet Stocker überwiegend Vorteile, da der Wirtschaftsraum am Westbalkan "mit unserem extrem eng verflochten" sei. Außerdem würde eine EU-Erweiterung für mehr Sicherheit und Stabilität in Europa sorgen, da auch Länder wie Russland Interessen in der Region hätten.
Kanzler gegen "Überholspur" für Ukraine
Zu Serbien meinte Stocker, dass ihm Präsident Aleksandar Vučić versichert habe, die europäische Perspektive nicht aus den Augen zu verlieren. "Natürlich schwindet der Elan und die Zuversicht, wenn es so lange dauert." Bei Bosnien-Herzegowina müsse die Stabilität nachhaltig gesichert werden. Daher ist es laut Stocker wichtig, dass das Amt des Hohen Vertreters beibehalten wird und das Ziel verfolgt wird, das Land in die EU zu integrieren.
Bei der Ukraine spricht sich der Kanzler gegen eine "Überholspur" aus. "Es gelten für die Ukraine dieselben Bedingungen wie für alle Kandidaten", sagte Stocker zur "Presse".
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