Traumstart für USA mit 4:1-Rekordsieg gegen Paraguay

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von Agenturen

Balogun trafin der ersten Halbzeit zweimal für das US-Team

Bild: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/RICHARD HEATHCOTE


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Das US-Fußballteam hat in seinem Auftaktmatch bei der Heim-WM groß aufgespielt. Die Auswahl der USA fertigte am Freitag in Los Angeles Paraguay mit 4:1 (3:0) ab und feierte erstmals seit 96 Jahren einen WM-Sieg mit drei Toren Differenz. Nach einem Eigentor von Damian Bobadilla (7.) sorgte Folarin Balogun mit einem Doppelpack (31., 45.+5) noch vor der Pause für die Entscheidung. Mauricio gelang in der 73. Minute der Ehrentreffer, Giovanni Reyna setzte den Schlusspunkt (98.).

"Es gibt nicht viele Worte, dieses Gefühl zu beschreiben. Es war genau so, wie wir ins Turnier starten wollten", sagte Kapitän Tim Ream. Das gelang dem WM-Gastgeberteam vor über 70.000 Fans, darunter Promis wie Tom Cruise, David Beckham und US-Außenminister Marco Rubio, mit einer frühen Führung perfekt. Die beiden herausragenden Italien-Legionäre Weston McKennie (Juventus) und Christian Pulisic (Milan) tricksten und kombinierten sich durch das Mittelfeld, der Querpass-Versuch von McKennie kullerte von Bobadilla ins eigene Tor. Es war der Ankick für einen dominanten Auftritt der Mannschaft von Teamchef Mauricio Pochettino.

Doppelpack von Balogun

Angriff um Angriff rollte auf das Tor von Paraguay, das defensiv überfordert war und offensiv kaum stattfand. Ein Treffer von Balogun in der 28. Minute wurde wegen Abseits aberkannt, drei Minuten später zählte das Tor nach Pulisic-Vorlage. Unmittelbar vor der Pause setzte sich der Stürmer von AS Monaco im Strafraum wieder durch und traf zum 3:0 ins Kreuzeck. "Das war die beste erste Halbzeit einer Männer-Nationalmannschaft auf WM-Ebene jemals. Komplette Dominanz. Es geht nicht besser", sagte Ex-Nationalspieler Alexi Lalas zur Pause im TV-Sender FOX.

Pochettino nahm in der Pause Pulisic, der auf der linken Seite nicht zu halten war, vom Feld. Es war eine Vorsichtsmaßnahme, nachdem der Flügelspieler einen Schlag in die Wade bekommen hatte. "Wir wollten kein Risiko eingehen. Er hatte Probleme beim Gehen, aber ich hoffe, es ist keine große Sache", sagte Pochettino. "Ich glaube, es ist nichts", gab auch Pulisic leichte Entwarnung.

Hoher Sieg wie davor nur 1930

Die US-Amerikaner blieben auch ohne ihren großen Star dominant, kassierten aber in der 73. Minute durch den eingewechselten Mauricio das 1:3. Malik Tillman (75.), Timothy Weah (77.) und Ricardo Pepi (88.) vergaben zunächst Chancen auf einen höheren Sieg, ehe Reyna in der Nachspielzeit zuschlug. Erstmals seit der WM 1930, als die USA 3:0-Siege gegen Belgien und Paraguay feierte, gelang damit bei einer WM-Endrunde ein Sieg mit drei Toren Unterschied. Eindrucksvoll bestätigte das US-Team seinen Status als Favorit der Gruppe D.

"Das erste WM-Spiel auf amerikanischem Boden seit mehr als einer Generation und der Auftakt zu einem Turnier, das das Potenzial hat, die Entwicklung des Fußballs in diesem Land für die nächste Generation grundlegend zu verändern. Und die USA nutzten diese Chance am Freitag eiskalt aus", schrieb die Los Angeles Times. Paraguays Teamchef sprach von einer "sehr schmerzhaften Lektion". Die US-Amerikaner hätten sein Team "taktisch, technisch und physisch" überflügelt.

Eine Premiere gab es in der 50. Minute, als der VAR aufgrund einer für die WM eingeführten neuen Befugnis erstmals eingriff. Schiedsrichter Danny Makkelie nahm nach VAR-Check eine Gelbe Karte für US-Kapitän Tim Ream zurück und zeigte Paraguays Miguel Almiron wegen einer Schwalbe Gelb.

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