US-Militär feuerte Rakete auf Tanker vor iranischer Insel

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von Agenturen

Kharg-Insel im Persischen Golf ist wichtig für iranischen Ölexport

Bild: APA/APA/COPERNICUS SENTINEL DATA 2026/-


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Das US-Militär hat im Persischen Golf nach eigenen Angaben einen unbeladenen Öltanker mit einer Rakete angegriffen und damit außer Gefecht gesetzt. Das Schiff habe am Dienstag versucht, einen iranischen Hafen anzulaufen und sei daher vor der für Teherans Ölexport wichtigen Insel Kharg getroffen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (CENTCOM) auf der Plattform X mit. Die USA hatten am 13. April mit einer Blockade des Schiffsverkehrs begonnen.

Die Besatzung des unter der Flagge Botswanas fahrenden Schiffes habe wiederholte Warnungen ignoriert und sei den Anweisungen der US-Streitkräfte über einen Zeitraum von 24 Stunden hinweg mehrfach nicht nachgekommen, hieß es weiter. Ein US-Flugzeug habe eine Rakete vom Typ Hellfire (Englisch für "Höllenfeuer") in den Maschinenraum des Schiffes gefeuert und damit verhindert, dass der Tanker den Iran erreicht.

Veröffentlicht wurde auch ein Video, dass das angegriffene Schiff zeigen soll. Darauf ist der Einschlag eines Geschosses in den Tanker zu sehen und danach aufsteigender Rauch. In der Nähe der iranischen Insel Qeshm waren in der Nacht Explosionen zu hören. Das meldete die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf örtliche Insider und Anrainer. Laut CENTCOM haben US-Streitkräfte im Rahmen ihrer Blockade bisher sechs Handelsschiffe außer Gefecht gesetzt und 122 umgeleitet.

Stockende Verhandlungen

Derzeit stocken die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington zur Beendigung des Iran-Kriegs. Seit Anfang April gilt in dem Konflikt eine Waffenruhe. Während iranische Nachrichtenagenturen berichten, seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr zwischen Teheran und Washington statt, erklärte US-Präsident Donald Trump, die Verhandlungen dauerten an. Alle anderen Berichte dazu seien falsch und irreführend.

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