Iran
US-Senat stimmt für Ende der US-Angriffe auf den Iran
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von Quelle: APA, JOYN NewsZEIT IM BILD 2
Widersprüche bei USA-Iran-Gesprächen
Videoclip • 02:44 Min
Der von den Republikanern dominierte US-Senat hat einen Gesetzesentwurf zur Beendigung der US-Militäraktionen gegen den Iran gebilligt. Der Senat stimmte mit 50 zu 48 Stimmen für die Resolution, die Anfang Juni bereits vom Repräsentantenhaus verabschiedet worden war. Das Votum hat keine Gesetzeskraft, gilt aber als symbolisches Zeichen, das den wachsenden Widerstand im Kongress gegen den Iran-Krieg widerspiegelt. Donald Trump zeigte sich empört.
Das Wichtigste in Kürze
Der US-Senat hat mit knapper Mehrheit eine symbolische Resolution verabschiedet, die die Beendigung der US-Militäraktionen gegen den Iran fordert und den wachsenden Widerstand im Kongress gegen den Krieg zeigt.
Der US-Präsident Donald Trump kritisierte die Abstimmung scharf, während Demokraten und einige Republikaner sein Vorgehen sowie das Iran-Abkommen infrage stellen.
Offenbar in Anspielung auf einen Boxkampf schrieb der US-Präsident in seinem Onlinedienst Truth Social: "Ich habe den Iran also in den Seilen, kurz vor dem K.o. ... und der US-Senat beschließt eine schlecht getimte und bedeutungslose Abstimmung." Dies habe seine Aufgabe erschwert. "Aber ich werde sie auf die eine oder andere Weise zu Ende bringen - denn ich bringe die Dinge immer zu Ende!", fügte Trump hinzu.
Vier Republikaner stimmten mit Demokraten
Vier Republikaner stimmten gemeinsam mit fast allen Demokraten für die Vorlage. Mehrere Republikaner hatten zuvor Kritik am jüngst zwischen Washington und Teheran geschlossenen Rahmenabkommen zur Beilegung des Kriegs geäußert. Sie bemängelten etwa vorgesehene Sanktionserleichterungen und milliardenschwere Hilfen für den Wiederaufbau des Irans.
Die Demokraten werfen Trump vor, den Krieg ohne Zustimmung des Kongresses begonnen zu haben. Laut Verfassung habe allein das Parlament das Recht, einen Krieg zu erklären. Gegner halten die Vorlage hingegen für rechtlich wirkungslos und argumentieren, die aktiven Kampfhandlungen seien seit der Waffenruhe ohnehin weitgehend beendet.
Botschaft an das Weiße Haus
Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, erklärte, der Kongress habe sich gegen einen "kostspieligen, unnötigen und verheerenden Krieg" gestellt. Sein Parteikollege Gregory Meeks, Initiator der Resolution im Repräsentantenhaus, sprach von einer klaren Botschaft an das Weiße Haus. Der Krieg habe keines der zentralen US-Ziele erreicht und den Iran eher gestärkt als geschwächt.
Republikaner warnten dagegen vor negativen Folgen für die laufenden Verhandlungen mit Teheran. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Senat, Jim Risch, sagte, die Resolution könne die Iraner dazu bewegen, die Gespräche abzubrechen. Trump hatte die Abstimmung schon vor Wochen als "unpatriotisch" verurteilt und den Kongressmitgliedern vorgeworfen, die laufenden Verhandlungen mit Teheran zu behindern.
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