"Tragödie" verhindert

Bewaffneter Angriff vor einer Synagoge in Kanada

Veröffentlicht:

von Quelle: APA, JOYN News

17:30 SAT.1 Live Hessen und Rheinland-Pfalz

Immer mehr Antisemitismus

Videoclip • 03:33 Min • Ab 12


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Bei dem bewaffneten Angriff vor einer Synagoge in Kanada am jüdischen Feiertag Jom Kippur ist nach Angaben der Polizei eine "unvorstellbare Tragödie" verhindert worden. Der Polizeichef von Belleville, Murray Rodd, sprach am Donnerstag vor Journalisten von einem "gezielten Angriff auf die jüdische Gemeinschaft". Der Schütze verfügte demnach "über die Mittel, das Motiv und die Vorgehensweise, um eine große Zahl von Opfern herbeizuführen" und die Synagoge "zu zerstören".

An Jom Kippur sind die Synagogen traditionell voll besetzt. Der 29-jährige Angreifer hatte sich am Sonntagabend kurz vor Beginn der Gebete der Synagoge in Belleville in der Provinz Ontario genähert und laut Ermittlern das Feuer auf eine vor dem Gebäude postierte Einsatzkraft eröffnet.

Schütze starb im Krankenhaus

Zwei Polizeibeamte vor der Synagoge erwiderten den Behörden zufolge das Feuer. Der Schütze starb demnach später im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Ein Polizist wurde schwer verletzt, er befindet sich den Angaben zufolge aber in einem stabilen Zustand.

Bei dem Angreifer handelt es sich laut Polizeichef Rodd um einen ehemaligen Soldaten. Dieser hatte demnach mehrere Waffen, eine beträchtliche Menge Munition sowie Benzin bei sich. In einem bei der Pressekonferenz gezeigten Video ist zu hören, wie der Angreifer beim Eröffnen des Feuers ruft: "Ihr werdet für die Juden sterben!"

Seit dem brutalen Überfall der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem dadurch ausgelösten Krieg im Gazastreifen hat die Zahl antisemitischer Vorfälle in Kanada stark zugenommen. Im März wurden drei Synagogen im Raum Toronto von Schüssen getroffen; dabei gab es keine Verletzten.

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