Sturm "Erin"
Italienische Urlaubsregionen von starken Unwettern getroffen
Aktualisiert:
von JOYN NewsFirefighters enter the medieval tower "Torre dei Conti" where a worker is still trapped after the tower partially collapse, near the Roman Forum in the historic center of Rome on November 3, 2025. Three workers inside were evacuated, with one taken to hospital in critical condition, a spokesman for firefighters told AFP. But one worker remained inside, according to an official from the mayor's office. (Photo by Filippo MONTEFORTE / AFP)
Bild: APA/AFP/Filippo MONTEFORTE
Schwere Unwetter haben Norditalien und beliebte Urlaubsregionen erfasst. Seit Donnerstag gab es nach Angaben der Feuerwehr mehr als 1.300 Einsätze, vor allem in der Lombardei, in Venetien, im Piemont und in der Toskana. Eine Entspannung war am Freitag nicht in Sicht. Auslöser der Unwetter war der Sturm "Erin".
Das Wichtigste in Kürze
Schwere Unwetter in Nord- und Mittelitalien: Besonders die Regionen Lombardei, Venetien, Piemont und Toskana sind betroffen
In Ligurien wurden Windböen über 110 km/h gemessen, in Venetien fiel Hagel fast tennisballgroß, und in Parma regnete es binnen einer Stunde 50 mm.
Bäume wurden entwurzelt, Dächer abgedeckt, Parks und Strände gesperrt; im Piemont gab es über 1.000 Stromausfälle, und am Gardasee standen Straßen und Tiefgaragen unter Wasser.
Zahlreiche Sperren
Allein in der Lombardei gab es rund 500 Einsätze. Dächer wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt. In Mailand ordnete der Stadtrat die Schließung aller Parks und Grünflächen an. Am Flughafen Mailand-Malpensa kam es am Donnerstag zu Wassereinbrüchen, einige Bereiche wurden abgesperrt. Flugausfälle gab es jedoch nicht.
In Florenz blieben Parks und Radwege am Arno gesperrt, an der Küste wurden Strandbäder geschlossen. Bei den beliebten Touristenzielen an der ligurischen Küste – etwa La Spezia und Cinque Terre – wurden Windböen von über 110 Kilometern pro Stunde gemessen.
In Venetien zeigten Nutzer in sozialen Netzwerken Hagelkörner, fast so groß wie Tennisbälle. Der Zivilschutz meldete zudem im Norden des Piemonts mehr als 1.000 Stromausfälle.
Warnstufen bleiben
Auch in Südtirol gab es zahlreiche Einsätze wegen vollgelaufener Keller und kleinerer Erdrutsche, wie der Landesfeuerwehrverband mitteilte. In Parma (Emilia-Romagna) fielen binnen einer Stunde 50 Millimeter Regen – so viel wie sonst in einem ganzen August.
Am Gardasee, einem der Lieblingsziele deutscher Urlauber, standen Straßen und Tiefgaragen unter Wasser. Mehrere Bäume stürzten um, die malerische "Strada della Forra" wurde vorsorglich wegen Erdrutschgefahr gesperrt. Die Zivilschutzbehörde warnte vor weiteren Unwettern mit erhöhter Gefahrenstufe insbesondere für Nord- und Mittelitalien.
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