"Rechte Gesinnung"

Juden und Muslime im Visier: 14-jähriger Tiroler wegen Terrorverdachts festgenommen

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von Quelle: APA, JOYN News

Bild: APA/APA/THEMENBILD/FOTOKERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUM


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Ein 14-jähriger Tiroler ist bereits am 20. Juli wegen des "Verdachts des versuchten Beitrags zu terroristischen Straftaten" festgenommen worden. Wie aus Ermittlerkreisen in Erfahrung zu bringen war, soll sich der mutmaßlich rechtsextreme Bursche über einen Messenger-Dienst mit einem Gleichgesinnten über Anschlagspläne ausgetauscht haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Tirol ist ein 14- Jähriger am 20. Juli wegen Terrorverdachts festgenommen worden.

  • Bei einer Hausdurchsuchung wurde unter anderem auf eine rechte Gesinnung hindeutendes Propaganda-Material gefunden.

  • Im angeblichen Visier des 14-Jährigen sollen jüdische und muslimische Einrichtungen gewesen sein.

Ein Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft bestätigte der APA am Freitag einen Bericht der "Kronen Zeitung".

Die Festnahme erfolgte an der Adresse des Schülers. Bei einer damit verbundenen Hausdurchsuchung wurden einschlägiges, auf eine rechte Gesinnung hindeutendes Propaganda-Material und ein Kampfmesser sowie eine Air-Soft-Waffe sichergestellt. Der österreichische Staatsbürger befindet sich in Untersuchungshaft.


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Jüdische und muslimische Einrichtungen im Visier

Der Jugendliche hätte sich in Chats mit anderen über Attentate ausgetauscht, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft. Daher habe man angenommen bzw. annehmen müssen, dass es zu terroristischen Taten kommen könnte, sagte Sprecher Hansjörg Mayr zur APA. Nähere Angaben wollte Mayr unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht machen. Nur soviel: Es würden derzeit die Chats und weiteres Datenmaterial ausgewertet.

Laut "Krone" wurden auch eine Stichschutzweste mit Schwedenpatch, eine schwarze FFP2-Maske mit Totenschädel und Zeichen des Dritten Reichs beschlagnahmt. Zudem fanden Ermittler des Landesamtes Staatsschutz und Terrorismusbekämpfung (LSE) zwei taktische Helme, wobei einer mit einer GoPro-Kamera zum Livestreamen von Anschlägen ausgerüstet gewesen sein soll.

Den entscheidenden Hinweis auf den rechtsgerichteten Jugendlichen habe ein ausländischer Partnerdienst geliefert, der mit der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) gut zusammenarbeite. Der 14-Jährige habe sich über Telegram mit einem Terrorverdächtigen aus Schweden über Anschlagspläne ausgetauscht. Im angeblichen Visier: jüdische und muslimische Einrichtungen.

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