Hohe Übersterblichkeit
Letzte Hitzewelle: Deutlich mehr Hitzetote in Österreich als sonst
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von Quelle: APA, JOYN NewsZEIT IM BILD 1
Übersterblichkeit durch Hitze: Anstieg von 18,8 Prozent
Videoclip • 01:40 Min
Während der Hitzewelle von Ende Juni bis Anfang Juli in Österreich sind deutlich mehr Menschen gestorben als sonst zu dieser Jahreszeit. Für die Kalenderwoche 27 (29. Juni bis 5. Juli) weist die Statistik Austria nun 1.817 Sterbefälle aus. Das sind 29 Prozent mehr als der Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2025 von 1.410 Toten in dieser Kalenderwoche.
Das Wichtigste in Kürze
Während der letzten Hitzewelle sind in Österreich deutlich mehr Menschen gestorben als sonst in dieser Zeit.
So verzeichnete die Statistik Austria vom 29. Juni bis 5. Juli 1.817 Sterbefälle.
Einen genauen Wert der hitzebedingten Übersterblichkeit bedeutet das nicht, diese schätzt die AGES üblicherweise nach dem Sommer.
Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit verwendet ein statistisches Modell, um die Anzahl der Todesfälle zu schätzen, die auf hohe Temperaturen zurückzuführen sind. In der Sommerperiode Juni bis September des Vorjahres waren dies 449 Gestorbene mit einem Unsicherheitsintervall von 239 bis 611 Fällen.
Im heißeren Sommer 2024 gab es mit 989 (Unsicherheitsintervall 607 bis 1.355) geschätzten Hitzetoten die höchste Zahl in den auf der AGES-Webseite angeführten Daten seit 2017.
Ab 65 Jahren noch stärkere Abweichung
Die am Donnerstag von der Statistik Austria veröffentlichten Sterblichkeitszahlen bis Mitte Juli zeigen für die Kalenderwoche 27 den höchsten Wert der vergangenen 27 Jahre. Seit dem Jahr 2000 sind nur in einer Sommerwoche mehr Menschen gestorben als heuer, nämlich in der Kalenderwoche 29 des Jahres 2022. In der heurigen Kalenderwoche 26, wo in Wien mit 40,0 Grad der Allzeittemperaturrekord für die Bundeshauptstadt gebrochen wurde, wurden mit 1.675 Verstorbenen ebenfalls mehr Todesfälle als üblich registriert.
In der Alterskategorie ab 65 Jahren gab es in der heurigen Kalenderwoche 27 sogar eine noch stärkere Abweichung zum langjährigen Durchschnitt. Dieser liegt bei 1.163 Todesfällen, heuer waren es 1.586, ein Plus von 36 Prozent.
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