Amoklauf in Graz
Mutter von Schüler: Ungewissheit "ganz schlimm"
Aktualisiert:
von JOYN NewsPULS 24 Live
Mutter: "Ganz schlimm" nicht zu wissen, ob Sohn in Sicherheit ist
Videoclip • 01:15 Min
Bei einem Amoklauf an einer Grazer Schule wurden am Dienstag mindestens zehn Menschen getötet, der Täter beging danach Suizid. Die Mutter eines Schülers der betroffenen Schule sprach im JOYN News Interview über die Ungewissheit nach den Schüssen.
Das Wichtigste in Kürze
Bei einem Amoklauf am BORG Dreierschützengasse in Graz wurden mindestens elf Menschen getötet, darunter der Täter, der auf der Schultoilette Suizid beging.
Unter den Todesopfern befinden sich sowohl Schüler als auch mindestens zwei Erwachsene.
Die Mutter eines Schülers schildert die Zeit ohne Nachricht von ihrem Sohn als "ganz schlimm".
Emotionale Belastung
Bei der Attacke am BORG Dreierschützengasse sind mindestens elf Menschen gestorben, darunter der Schütze. Dieser beging auf der Schultoilette Suizid. Unter seinen Opfern befanden sich Schüler und zumindest zwei erwachsene Personen.
Auch der Sohn von Eva M. war an diesem Vormittag in der Schule. Glücklicherweise musste sie nicht lange auf ein Lebenszeichen von ihm warten: "Er hat ein Handy gehabt und gleich telefonieren können", erklärt sie im Interview mit PULS 24.
Bis der erlösende Anruf kam, musste sie warten. "Es ist unglaublich. Wenn man Zuhause sitzt und dann nicht weiß, ob er in Sicherheit ist – das war ganz schlimm".
Während sich ihr Sohn nun in Sicherheit befindet, sind ihre Gedanken bei den anderen Eltern. "Mich gruselt es die ganze Zeit". Trotzdem kommt diese Erleichterung mit einem bitteren Beigeschmack. Ihr Sohn habe ihr erzählt, dass es eine Freundin "erwischt hat" und diese jetzt im Krankenhaus liegt.
"Das ist für ihn ganz schwierig. Jetzt möchte ich nur für ihn da sein", so die Mutter.
Auch Lehrende berichten von der schrecklichen Erfahrung vor Ort. Nebensächlich sei für alle gerade der Täter. "Es klingt jetzt komisch, aber uns ist allen der Täter momentan wurscht", betont ein Religionslehrer, der die Situation hautnah miterlebt.
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