Samariterbund

"Kann jeden treffen": Aktionswoche gegen das Ertrinken soll Badeunfälle reduzieren

Veröffentlicht:

von Quelle: APA, JOYN News

Café Puls

Gefahr verkannt: Ertrinken passiert still und schnell

Videoclip • 01:14 Min


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Der Samariterbund veranstaltet anlässlich des "Tags gegen das Ertrinken" (25. Juli) derzeit eine bundesweite Aktionswoche. Sie soll dazu beitragen, zu verhindern, dass der Badetag in einer Tragödie endet. Informiert wird über die richtige Vorbereitung und das achtsame Verhalten am und im Wasser.

Das Wichtigste in Kürze

  • Während der Aktionswoche gegen das Ertrinken, will der Samariterbund aufklären und informieren.

  • Es soll dazu beitragen, dass Badeunfälle verhindert werden.

Aufklärung, so ist man überzeugt, ist wichtiger denn je. Denn im heurigen Sommer ereigneten sich bereits außergewöhnlich viele Badeunfälle, warnt die Einsatzorganisation.

Bis zum 26. Juli wird an verschiedenen Standorten in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg zu Info-Events geladen. Die Samariterbund-Wasserrettung präsentiert dabei unter anderem Hilfsszenarien, führt Reanimationsübungen vor und erklärt, wie die Ausrüstung funktioniert. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, auch selbst Techniken des Rettungsschwimmens auszuprobieren.


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Bewusstsein soll geschaffen werden

Kinder können Schwimmprüfungen sämtlicher Schweregrade ablegen. Am kommenden Samstag finden in Wien auf der Donauinsel zudem Publikumsfahrten statt. Interessierte können an Bord der an der Donau stationierten Samariterbund-Rettungsboote gehen. Diese kommen ansonsten etwa bei Großveranstaltungen wie dem Donauinselfest zum Einsatz.

"Diese Aktionswoche ist dazu da, dass wir ein Bewusstsein dafür schaffen, was beim Wasser passieren kann" sagte Amina Höfinger, die Vorsitzende der Bundessektion Wasserrettung im Samariterbund, im Gespräch mit der APA. Die Aktionen sollen dazu beitragen, dass Schwimmerinnen und Schwimmer erst gar nicht in Gefahrensituationen kommen.

Verantwortlich für die aktuelle Zahl der Vorfälle sei vor allem die Hitze, erläuterte Höfinger. Viele Menschen hätten sich in Bäder oder an die Ufer von Gewässern begeben. "Und je mehr Leute am Wasser sind, desto mehr Unfälle passieren." Zugleich werde auch der Kreislauf besonders belastet. Dieser sei bei hohen Temperaturen sehr strapaziert, erläuterte Höfinger.


Abkühlung dringend empfohlen

Das Abtauchen ins oft kalte Nass kann laut der Samariterbund-Mitarbeiterin dadurch noch riskanter werden. Sie rät dringend dazu, den Körper vorzubereiten. "Es ist ganz wichtig, sich abzukühlen und langsam ins Wasser zu gehen." Wenn man sich an solche kleinen, aber wichtigen Empfehlungen halte, könne man Unfälle oft vermeiden, betonte Höfinger.

"Darum sage ich immer, schauen Sie sich die Baderegeln an." Das solle man auch mit Kindern tun. Es seien aber keinesfalls nur bestimmte Personengruppen gefährdet, warnte die Wasserretterin. "Die Leute glauben oft, dass nur Kinder oder ältere Personen Gefahr laufen, zu ertrinken."

Das sei aber ein Irrtum, wie man die vergangenen Wochen habe feststellen können, hob Höfinger hervor: "Es kann jeden treffen."

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