"Ertrinken passiert lautlos"
Hitze: Samariterbund mahnt zu Vorsicht beim Baden
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von Quelle: APA, JOYN NewsBild: APA/APA/THEMENBILD/TOBIAS STEINMAURER
In den kommenden Tagen werden in Teilen Österreichs bis zu 35 Grad erwartet. Die hohen Temperaturen nutzen wohl viele, um sich im Wasser abzukühlen. Dabei ist Vorsicht geboten, warnte der Samariterbund am Donnerstag in einer Aussendung.
Das Wichtigste in Kürze
Jedes Jahr ertrinken in Österreich rund 40 Menschen.
Der Samariterbund warnt auch dieses Jahr vor den Gefahren beim Baden, aber auch der Hitze.
In Österreich ertrinken jedes Jahr rund 40 Menschen. Die Wasserrettung appellierte an Eltern und Aufsichtspersonen, Kinder nicht aus den Augen zu lassen.
"Flügerln oder Reifen ersetzten niemals Aufsichtspflicht"
Amina Höfinger, Rettungsschwimmerin und Beiratsvorsitzende der Wasserrettung des Samariterbundes Österreichs, betonte in der Aussendung: "Schwimmhilfen wie Flügerln oder Reifen ersetzen niemals die Aufsichtspflicht der Erwachsenen. Lassen Sie Kinder nie unbeobachtet in der Nähe von Wasser spielen. Es reicht nicht, wenn sich Kinder in Hörweite befinden, denn das Ertrinken passiert lautlos."
Aber auch Erwachsene sollten vorsichtig sein, da der Körper Zeit brauche, um die eigene Temperatur an die des Wassers anzupassen, hieß es. "Wer bei Hitze ins kühle Wasser springt, riskiert einen Kälteschock, da sich die Adern schlagartig verengen und der Blutdruck rasant stark ansteigt. Wir raten daher dringend, sich abzuduschen, bevor man ins Wasser geht, und danach tauchen Sie am besten nur langsam hinein", informierte Höfinger.
Gefahren von Hitze
Mit den steigenden Temperaturen steigen auch die Belastungen für den menschlichen Körper. Jedes Jahr sterben in Österreich mehr Menschen an den Folgen von Hitze als bei Unfällen im Straßenverkehr, so der Samariterbund. Besonders Ältere, Kinder, chronisch kranke Personen, Menschen, die im Freien arbeiten und Schwangere hätten schon ab 30 Grad mit körperlichen Symptomen zu kämpfen
"Hitzeerschöpfung, Sonnenstich und Kreislaufprobleme sind die häufigsten Folgen - bis hin zu Hitzestau oder Kollaps", informierte Samariterbund-Bundeschefarzt Michael Gruska. Er rief dazu auf, auf Menschen im Umfeld zu achten, ausreichend Wasser zu trinken und bei kritischen Anzeichen die Rettung unter der Nummer 144 zu verständigen.
An besonders heißen Tagen werde die Rettung um bis zu 20 Prozent öfter zu medizinischen Notfällen gerufen als im Jahresdurchschnitt.
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