Gesundheit

Neun von zehn Sehverlust-Erkrankungen vermeidbar

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von Quelle: APA, JOYN News

Café Puls

Sehschwäche bei Kindern: Augenärztin gibt Tipps

Videoclip • 04:30 Min


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1,1 Milliarden Menschen leiden weltweit unter Sehverlust. Hauptursache sind unkorrigierte Sehfehler, im Volksmund Kurz- oder Weitsichtigkeit. Das müsste aber nicht sein, denn 90 Prozent des Sehverlustes könnten mit medizinischer Versorgung vermieden werden. Darauf wies die Hilfsorganisation "Licht für die Welt" zum Welttag des Augenlichtes am 8. Oktober hin.

Die häufigste Ursache für Erblindung ist demnach der Graue Star, und das kann medizinisch vermieden bzw. behoben werden. "'Licht für die Welt' verfolgt seit über 30 Jahren die Vision einer Welt, in der niemand erblindet, wenn es vermeidbar ist", hieß es in einer Aussendung der Organisation.

Seit über drei Jahrzehnten arbeitet "Licht für die Welt" nach eigenen Angaben am nachhaltigen Systemwandel, um die augenmedizinische Versorgung, vor allem in benachteiligten Regionen Afrikas, zu verbessern. In Äthiopien, Burkina Faso, Mosambik und Uganda ermögliche die österreichische Organisation das Ausbilden von lokalem Fachpersonal wie Augenärztinnen und -ärzte sowie Optometristinnen und Optometristen. Auch um die verbesserte Ausstattung mit medizinischen Geräten sowie die Früherkennung, welche vor allem bei Kindern relevant ist, kümmert sich die NGO.

Kinder brauchen rechtzeitig medizinische Hilfe

Gerade für die Entwicklung sei das Sehen besonders wichtig, denn 80 Prozent des Lernprozesses würden über den Sehsinn verarbeitet, erläuterte "Licht für die Welt". Aber auch Sehen müsse gelernt sein: Bekommt ein Kind nicht rechtzeitig medizinische Hilfe, etwa nach einem Unfall, bei starkem Schielen oder Fehlsichtigkeit, können Sehschäden bleiben, warnte die Organisation.

Seit 1988 hat "Licht für die Welt" nach eigenen Angaben 100 Millionen Medikamente gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten, allen voran die bakterielle Augeninfektion Trachom, verteilt. "Krankheiten wie Trachom oder Flussblindheit rauben Menschen ihr Sehvermögen - oft völlig vermeidbar. Dass laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis Ende 2025 erstmals weltweit weniger als 100 Millionen Menschen eine Behandlung gegen Trachom benötigt haben, ist ein historischer Meilenstein", betonte die Hilfs-NGO.

Dazu kommen mehr als 20 Millionen Augenuntersuchungen seit 1988, die "Licht für die Welt" in Kliniken, Spitälern und bei mobilen Einsätzen ermöglicht haben. Oft sei dies an Orten gewesen, wo medizinische Versorgung sonst unerreichbar sei. Seit 2018 gab es auch 1,4 Millionen schulische Augenuntersuchungen für Kinder. Darüber hinaus führte die NGO seit 1988 1,4 Millionen Augenoperationen durch, die meisten davon Katarakt-Operationen gegen den Grauen Star und viele auch gegen fortgeschrittene Trachome.

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