Ausgaben gestiegen
Platz in Wiener Kindergarten kostete 2025 knapp 16.000 Euro
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von Quelle: APA, JOYN NewsWien heute
Weitere Kindergärten verlieren Förderung
Videoclip • 01:50 Min
In Wien liegen nun die Kosten für einen Kindergartenplatz im Vorjahr vor. Wie das Büro der zuständigen Stadträtin Bettina Emmerling (NEOS) der APA mitteilte, schlug ein Platz in einer städtischen Einrichtung im Vorjahr im Durchschnitt mit 15.991 Euro zu Buche. Private Träger erhielten im Vorjahr aus der Stadtkasse durchschnittlich 10.115,20 Euro pro Kind.
Die Ausgaben sind seit 2023 gestiegen. Ein städtischer Kindergartenplatz kostete damals noch rund 13.767 Euro pro Jahr. Die Kostensteigerung von 2023 auf 2025 ist vor allem auf höhere Personal-, Sach- und Overheadkosten zurückzuführen, hieß es.
Auch die privaten Kindergärten erhielten im Vorjahr mehr. 2023 wurde deswegen als Referenz herangezogen, weil es das erste Jahr war, für das eine entsprechende Aufstellung erstellt wurde.
Kein Einblick in Kostenrechnung privater Träger
Die Förderung pro Kind ergibt sich bei den Privaten aus der Summe an Subventionen geteilt durch die Plätze. Der Betrag ist deutlich geringer als jener, der für einen städtischen Platz aufgewendet wird. Das erklärt sich laut Rathaus unter anderem dadurch, dass die Stadt den Großteil der Integrationsplätze oder heilpädagogischen Angebote stellt. Auch der Bereich der Sprachförderung betreffe vor allem die städtischen Kindergärten, wurde betont.
Zudem wurde darauf verwiesen, dass andere Träger zusätzliche Elternbeiträge einheben können. Der Besuch eines städtischen Kindergartens ist in Wien hingegen gratis. Eltern müssen für die Betreuung ihrer Sprösslinge nichts berappen. Die tatsächlichen Kosten für einen Platz in den privaten Kindergarten liegen laut Rathaus nicht vor. Informationen über deren Kostenrechnung habe man nicht.
Neuaufstellung des Subventionssystems
Zugleich kündigte Emmerling eine Neuaufstellung des Subventionssystems an. Dieses solle partnerschaftlicher und transparenter werden, führte sie aus. Auch "klare Ziele" sollen formuliert werden. Kindergärten, die etwa dem Auftrag der Sprachförderung "in keinster Weise" nachkommen, sollen auch keinen Anspruch mehr auf Förderungen haben.
"Ein Kindergartenplatz ist kein bloßer Kostenfaktor, sondern eine Investition in die Chancengerechtigkeit unserer Kinder. Die Stadt Wien wird auch weiterhin in die elementare Bildung investieren und mit der Reform 'Kindergarten neu denken' das System schrittweise verbessern", versprach Emmerling.
Opposition sieht Forderung erfüllt
Die Wiener Grünen begrüßten die angekündigte Neuaufstellung des Subventionssystems. "Das ist längst überfällig", befanden die Rathaus-Abgeordneten Julia Malle und Felix Stadler. Wien brauche ein transparentes Fördersystem, das sicherstelle, dass jeder Euro auch wirklich zielgerichtet in die beste Bildung der Kinder fließe.
ÖVP-Klubobmann Harald Zierfuß sprach in einer Reaktion von einem Erfolg für die ÖVP. Eine Koppelung an die Qualität der Deutschförderung fordere man seit langem. Die Maßnahme sei angesichts der teilweise kaum vorhandenen Deutschförderung in zahlreichen Kindergärten überfällig.
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