"Back to School"
Tipps für Eltern: So wird der Schulweg für Kinder sicher
Veröffentlicht:
von JOYN NewsCafé Puls
Alarm am Schulweg: So kann man helfen!
Videoclip • 04:53 Min
Bald heißt es für viele Schüler:innen: Sommerferien ade! Für manche beginnt damit auch der erste Schulweg allein. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder E-Scooter: Damit die Schule sicher und stressfrei erreicht wird, empfiehlt der ARBÖ Eltern, den Schulweg rechtzeitig gemeinsam zu üben.
Das Wichtigste in Kürze
Der Schulweg birgt für Kinder zahlreiche Gefahren, weshalb Eltern frühzeitig mit ihnen üben sollten.
Alle brauchbaren Tipps im Überblick.
Die Gefahren am Schulweg sind nicht zu unterschätzen: Laut ARBÖ wurden 2025 in Österreich 3.551 Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt – so viele wie seit 2007 nicht mehr. "Im Straßenverkehr sind Kinder nicht als kleine Erwachsene zu sehen. Ihr Sichtfeld ist noch eingeschränkt und aufgrund ihrer geringeren Körpergröße können sie häufig nicht über parkende Autos oder Hindernisse hinwegsehen", betont Patricia Prunner, Verkehrspsychologin beim ARBÖ in einer Aussendung.
"Außerdem sind Kinder schneller abgelenkt und können Entfernungen sowie Geschwindigkeiten nicht richtig einschätzen", erklärt Prunner weiter. Übung sei besonders wichtig, "bis die Kinder Experten für ihren eigenen Schulweg sind." Am besten lässt man das Kind die Führung übernehmen und erklären, wo man stehen bleiben und besonders Obacht geben muss. Nicht Angst, sondern Gefahrenbewusstsein ist das Ziel“, betont Prunner.
Wichtig sei außerdem die Vorbildwirkung der Erwachsenen: "Wer selbst bei Rot über die Straße geht oder ständig auf das Smartphone schaut, vermittelt seinem Kind unbewusst, dass dieses Verhalten in Ordnung ist", so Prunner.
Diese Tipps können helfen
Den sichersten Schulweg gemeinsam mit den Kindern erarbeiten. Als sicherster Weg gilt jener mit wenig Verkehr und den wenigsten Straßenüberquerungen. Das bedeutet auch, dass der sicherste Weg nicht automatisch der kürzeste Weg ist.
Gefahrenquellen, wie beispielsweise Abbieger bei Ampeln, mit den Sprösslingen gemeinsam aufspüren. Auch wenn die Ampel auf Grün steht, soll man sich vergewissern, dass die Straße gefahrlos überquert werden kann.
Den Kindern nicht nur am Schulweg, sondern auch im Alltag vorleben, wie man sich im Straßenverkehr richtig verhält. Insbesondere gilt das bei Straßenüberquerungen, Ampeln, Zebrastreifen sowie Ein- und Ausfahrten. Aber auch am Gehsteig: So ist es sicherer, auf der Innenseite des Gehwegs zu gehen. Damit ist der Abstand zum vorbeifahrenden Fahrzeug größer.
Dem Kind erklären, warum gewisse Situationen gefährlich sind. Beobachtetes Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer ansprechen und erklären, was die Folgen sein könnten.
Lob und Bestärkung helfen dem Kind, schneller zu lernen. Ungeduldig werden, Drohungen aussprechen und schimpfen verunsichert Kinder nur.
Keine Angst machen und das Kind nicht überfordern.
Den Schulweg auch während des Schuljahrs selbst des Öfteren abgehen: Der Weg kann sich durch Baustellen verändert haben.
In "Echtzeit", also in der Früh und zu Mittag, üben: Das Verkehrsaufkommen sollte beim Erlernen ähnlich sein, wie es das Kind dann tatsächlich erlebt.
Fühlt sich das Kind schon sicher am Weg, kann ihm die Führung überlassen werden – es soll erklären, was es auf dem Schulweg warum tut.
Auf gute Sichtbarkeit achten: Kinderwarnwesten, reflektierende Schnapparmbänder und Anhänger gibt es in den ARBÖ-Prüfzentren.
Zeit geben: Das Kind in der Früh rechtzeitig in die Schule schicken. Am Nachmittag sollte es keine starren Zeiten geben, wann das Kind zu Hause sein muss. Besser ist es, das Kind lässt sich Zeit, um sicher anzukommen.
Ablenkungen, wie Handy und Musik, sollten am Schulweg vermieden werden.
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