Überflutungen, Erdrutsche
Unwetter in Italien: Alarmstufe "Rot" in mehreren Regionen
Aktualisiert:
von Maximilian KarnerBild: Telegram/#MeteoinPiemonte/Carlo Alberto
Schwere Unwetter haben in der Nacht mehrere Regionen in Italien getroffen. In der Turin mussten Straßen und eine Autobahn wegen Erdrutschen und überlaufender Flüsse gesperrt werden. Auch am Donnerstag bleibt in mehreren Gebieten die Alarmstufe "Rot" bestehen.
Das Wichtigste in Kürze
Schwere Unwetter trafen mehrere Regionen Norditaliens, mit extremem Regen, Überschwemmungen und Erdrutschen.
Straßen, Brücken und eine Autobahn wurden gesperrt, und es gab Evakuierungen wegen überlaufender Flüsse.
Für zahlreiche Gebiete gilt weiterhin die Alarmstufe "Rot" wegen weiterer Unwettergefahr.
Anschwellende Nebenflüsse
Betroffen sind in Italien vor allem Gegenden, in denen sich über die Ostertage normalerweise viele Urlauber aufhalten – darunter Südtirol, das Piemont und die Lombardei mit der Hauptstadt Mailand. Die Behörden befürchten Sturmböen, Überschwemmungen und Erdrutsche. Bis zu 400 Liter Niederschlag sind dort in den vergangenen 24 Stunden gefallen.
Wie die italienische Tageszeitung "La Stampa" berichtet, ist der Pegel des Po in der vergangenen Nacht deutlich gestiegen. "In den nächsten Stunden wird aufgrund der immer noch anschwellenden Nebenflüsse ein weiterer Anstieg des Flusspegels flussabwärts von Turin erwartet", heißt es in dem Bericht.
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In den Regionen Canavese und Pinerolo mussten wegen Erdrutschen und überlaufender Bäche mehrere Straßen gesperrt werden. In der 35.000-Einwohner-Stadt Pinerolo, etwa 60 Kilometer von Turin entfernt, empfahl die Gemeindeverwaltung der Bevölkerung, zu Hause zu bleiben.
Zwei Brücken wurden dort gesperrt, weil ein Fluss über die Ufer zu treten droht.
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Autobahn und Zugverbindung gesperrt
Auch in Ivrea, rund eine Autostunde nördlich von Turin, trat der Fluss Dora über die Ufer – mehrere Felder und Straßen wurden überflutet. Die Gemeinde Chiaverano ordnete in der Nacht die Evakuierung mehrerer Gebäude wegen "hydrogeologischer Risiken" an.
Bereits gegen 18 Uhr wurde ein Abschnitt der A4 "Turin–Aosta" in Richtung Turin wegen eines Erdrutsches gesperrt. Auch der Bahnverkehr auf der wichtigen Verbindung zwischen Italien und der Schweiz – der Simplon-Linie – musste eingestellt werden, da Gleise überschwemmt sind.
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"Alarmstufe Rot" in mehreren Regionen
Für Donnerstag gilt laut "La Stampa" für die Täler von Sesia, Cervo, Chiusella, Orco, Lanzo, Sangone und dem unteren Valsusa die Alarmstufe "Rot".
Alarmstufe "Orange" herrscht etwa in den den oberen Tälern Valusas, Chisone, Pellice, Tanaro, Turin und Cuneo. In den Tälern von Varaita, Belbo, Bormida und Scrivia gilt "gelber Alarm".
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Vor den italienischen Küsten wird im Mittelmeer mit stürmischer See und Wellen bis zu drei Metern Höhe gerechnet. Das nationale Amt für Zivilschutz wies zudem darauf hin, dass es vielerorts zu Gewittern kommen könnte.
Den Prognosen zufolge wird es im Laufe des Donnerstags insbesondere im Norden heftig regnen. Aber auch in der Region Apulien im Süden soll es viel Niederschlag geben.
Auch Schweiz betroffen
In der Schweiz gab es für die südlichen Kantone Wallis und Tessin Wetterwarnungen, die ebenfalls zu Ostern viele Ferienbesucher haben. Der Warndienst Alertswiss kündigte Starkregenfälle unter anderem im Saastal und Mattertal an, durch das eine Bahn nach Zermatt am Matterhorn fährt.
Gewarnt wurde vor möglichen Überschwemmungen und Murenabgängen
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